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Szenekneipe feiert runden Geburtstag ihres Namensgebers mit großer Open-Air-Party

100 Jahre „Minchen“

BÜCKEBURG. Die Vorbereitungen für die 100-Jahrfeier des ehemaligen Ostbahnhofs laufen auf Hochtouren. Am 27. und 28. Juli feiert das Minchen den runden Geburtstag mit einer großen Open-Air-Party. Auf der für den Durchgangsverkehr gesperrten Ahnser Straße gibt es zwei Tage lang viel Unterhaltung und tolle Musik. René Noçon ist dabei und DJ Calvin.

veröffentlicht am 18.07.2018 um 15:58 Uhr
aktualisiert am 18.07.2018 um 16:50 Uhr

„Micky“ von Platen (v.l.), Linda Herzog, Hannah Kemball und Mark Whitty vom Minchen-Team stoßen auf das Jubiläum an. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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Eingeläutet wird die Party am Freitag von René Noçon, den viele Fernsehzuschauer von der Casting-Show „The Voice of Germany“ kennen. Er präsentiert mit seiner Band Rock- und Pop-Coversongs. Der 43-Jährige verfügt über eine ganz besondere Beziehung zum Ostbahnhof. Mitte der 1990er-Jahre stand der Sänger jahrelang als Zapfer hinter der Theke.

Am Sonnabend geht Minchen-Chef Fabian Hahn neue Wege. Zum ersten Mal steht statt einer großen Band ein Discjockey am Mischpult. DJ Calvin (bekannt vom „Holi“-Farbfestival) heizt dem Publikum mit Rock, Pop, 90ern und Housemusic ein. Damit die Livemusik-Freunde trotzdem auf ihre Kosten kommen, wird er vom Düsseldorfer Saxofonisten Nikolai Kasakoff begleitet.

Auch kulinarisch sind in diesem Jahr Änderungen zu verzeichnen. Außer der großen Open-Air-Cocktailbar wird es Street Food geben. Die Mindener „Hot Dog Manufaktur“ bietet leckere Corn-Dogs und Süßkartoffel-Pommes mit verschiedenen Beilagen (wie zum Beispiel einem Avocado-Dip) an. Süßes kommt von Rainer Voigt, der mit seiner „kleinen Crêperie“ anreist. Los geht es an beiden Tagen um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die von der Bevölkerung liebevoll „Eilser Minchen“ genannte fürstliche Eisenbahn absolvierte ihre Jungfernfahrt während des Ersten Weltkrieges am 15. Mai 1918. Die am Nordhang des Harrls zwischen Bückeburg und Bad Eilsen pendelnde Kleinbahn legte beim Transport der Gäste zum aufstrebenden Kurort regelmäßig einen Zwischenstopp am Ostbahnhof ein.

Im Anschluss an die im Mai 1966 erfolgte Einstellung der Personenbeförderung erlebte das Bahnhofsgebäude 1973 mit der Eröffnung der Szene-Kneipe durch Bärbel und Hans Rainer Hahn eine Neubelebung. Die Schalterhalle war in eine urtümliche Gaststätte verwandelt worden. Wo früher Fahrkarten den Besitzer wechselten, konnte jetzt frisch gezapftes Bier bestellt werden. Zudem gab es hier das damals in Norddeutschland fast unbekannte Weizenbier und das weit und breit einzige Guinness vom Fass.

1997 übernahm Fabian Hahn die Geschäftsführung. Zehn Jahre darauf verbuchte das Unternehmen mit der Eröffnung eines Catering-Services einen weiteren Meilenstein. Im zurückliegenden Jahr stand eine umfangreiche Sanierung samt Erweiterung der Küche und Verlegung der Toiletten in den ersten Stock auf dem Programm.




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