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Auf den Zentimeter genau am Kanuanleger "geparkt" / Heute geht es weiter bis nach Minden

1000 Zuschauer beobachten Floßankunft

Rinteln (wm). Erstaunlich, wie viele Menschen ein schlichtes Holzfloß an einem Freitagnachmittag um 17 Uhr auf die Beine bringen kann: Auf der Weserbrücke und an beiden Ufern warteten geschätzt gut tausend auf die Ankunft des historisch korrekten Transportes von 17 Fichtenstämmen auf der Weser. Und die Männer an den beiden Steuerrudern bewiesen, dass die Kunst, ein Floß zu fahren, keineswegs vergessen ist. Mit Unterstützung von THW- und DLRG-Booten wurde die Masse von rund 100 Kleinwagen, 38 Meter lang, sechs Meter breit, auf den Zentimeter genau am Kanuanleger "geparkt". Beifall von der Brücke wie den Ufern begleitete das Manöver.

veröffentlicht am 19.07.2008 um 00:00 Uhr

Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz, der Nachtwächter und die beiden Marktfrauen Margarethe und Babette nahmen die Floß-Mannschaft samt Gästen in Empfang, kassierten als "Zollgebühr" einen Wesertaler und eine Kiste Einbecker Bier ("hat schon Martin Luther gelobt") und überreichten "Oblasten" - Brot, Salz und eine Flasche Meyers Bitter. Dass das regnerisch-kühle Wetter die Rintelner nicht abgehalten hatte, die Floßankunft zu bestaunen, quittierte der Sänger der Skiffle Band mit der spaßigen Anmerkung, er habe noch nie "so viele hübsche Regenschirme auf einem Haufen" gesehen. Zumindest für Bauer Giese war das Wetter gut, um dessen warmen Grill sich bald die Schaulustigen scharten.




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