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Landkreis und Jobcenter sind mit den ersten 13 Monaten des Einstiegs- und Aktivierungszentrums zufrieden

150 Praktikumsplätze: Ziel erreicht

Landkreis. Positiv fällt die Bilanz von Klaus Heimann, Pressesprecher des Landkreises, und Jobcenter-Chef Bernd Dittmer aus, die beide nach etwas mehr als einem Jahr Einstiegs- und Aktivierungszentrum (EAZ) ziehen. Die Einrichtung war am 1. April 2012 an den Start gegangen. Seitdem sind mehr als 780 Schaumburger im EAZ auf den sogenannten Ersten Arbeitsmarkt vorbereitet worden.

veröffentlicht am 25.06.2013 um 18:52 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:33 Uhr

25. Juni 2013 18:52 Uhr

Landkreis. Positiv fällt die Bilanz von Klaus Heimann, Pressesprecher des Landkreises, und Jobcenter-Chef Bernd Dittmer aus, die beide nach etwas mehr als einem Jahr Einstiegs- und Aktivierungszentrum (EAZ) ziehen. Die Einrichtung war am 1. April 2012 an den Start gegangen. Seitdem sind mehr als 780 Schaumburger im EAZ auf den sogenannten Ersten Arbeitsmarkt vorbereitet worden.

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Zwar sei der „überwiegende Teil der Arbeitslosen“ noch nicht in sozialversicherungspflichtigen Jobs angekommen, es dürfe allerdings auch nicht außer Acht gelassen werden, dass diese Einrichtung oftmals am Beginn des Weges stehe, wie Dittmer im Gespräch mit den Schaumburger Nachrichten deutlich machte. So sollen die Teilnehmer im EAZ nicht nur fit für den Job gemacht werden, oftmals müssen die Arbeitslosen „stabilisiert werden, es müssen Hemmnisse abgebaut und an die Arbeit herangeführt werden“, umschrieb Dittmer weitere Aspekte der Arbeit. „Wir orientieren uns dabei an den Stärken und entwickeln diese weiter“, so der Jobcenter-Chef. Gleichwohl werden auch etwaige Schwächen in Angriff genommen und gegen diese etwas unternommen.

Eine genaue Zahl, wie viele der Jobcenter-Kunden wieder in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen sind, konnten weder Dittmer noch Heimann nennen, zumal das EAZ nicht immer als letzte Station in der Kette der Maßnahmen stehe, wie beide hervorhoben. Auch für die Zukunft sei dies wohl nur schwer zu verwirklichen.

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Das EAZ arbeitet mit der Volkshochschule Schaumburg (VHS) und der Schaumburger Beschäftigungsgesellschaft (SBG) sowie anderen Partnern im Landkreis zusammen. Während bei der VHS etwa Sprachbarrieren abgebaut werden und an den „Soft Skills gefeilt werde“, wie es Dittmer ausdrückte, stehen bei der SBG indes die praktischen Momente im Vordergrund. So werden die Teilnehmer dort auf die Betriebspraktika vorbereitet. Bei diesen sollen die Arbeitslosen innerhalb von etwa vier Wochen Einblicke in die Arbeitswelt der jeweiligen Branche bekommen. „Wir haben mittlerweile 150 Stellen aus unterschiedlichen Branchen. Nicht nur das Handwerk ist dabei, sondern auch Handel und Gewerbe“, erklärt Heimann. Damit konnte das zu Beginn des EAZ ausgegebene Ziel erreicht werden, wie der Kreispressesprecher freudig betont.

Bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie der Kreishandwerkerschaft gibt es indes keine Rückmeldungen über die Resonanz bei den Betrieben, die EAZ-Teilnehmer aufnehmen. Martin Wrede, Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Stadthagen, und Fritz Pape, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, lagen dazu nach eigenen Angaben noch keine Informationen vor.