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VdK-Ortsverband will sich umbenennen

150 Protestunterschriften in Kirchhorsten gesammelt

Kirchhorsten (mw). Um gegen die zunehmende Armut in Deutschland zu protestieren, hat der Ortsverband Kirchhorsten des Sozialverbands VdK Niedersachsen/Bremen auf dem Stadthäger Marktplatz Unterschriften gesammelt. Die Signaturen sollen jetzt dem Sozialministerium in Berlin übergeben werden.

veröffentlicht am 10.10.2008 um 00:00 Uhr

Rund 150 Passanten seien bereit gewesen, das Anliegen mit ihrer Unterschrift zu unterstützen, berichtet Brigitte Sczess, die Vorsitzende des Ortsverbandes. Auch viele interessante Gespräche haben die VdK-Mitglieder bei dem Anlass geführt. Angesichts der zuvor gehegten hohen Erwartungen bezeichnet sie die Resonanz dennoch als nur "mittelprächtig". Übel aufgestoßen sind Sczess die Äußerungen eines Bürgers, wonach es "keine Armut in Deutschland" gebe. Eine halbe Stunde lang habe er ihr "einen Vortrag gehalten" und auf eine von Hartz IV lebende Familie verwiesen, in der jedes Kind ein Handy besitze. Dies könne man doch nicht verallgemeinern, empörte sich die Ortsverbandsvorsitzende bei der Sitzung des VdK-Kreisverbands Schaumburg, dessen stellvertretende Vorsitzende sie auch ist. Sie selbst kenne "viele Menschen, die an der Armutsgrenze leben". Die Unterschriftenlisten sollen nach Auskunft von Sczess am Donnerstag dem niedersächsischen Sozialministerium übergeben werden - zusammen mit den von anderen Ortsverbänden des VdK-Kreisverbands Schaumburg gesammelten Unterschriften. Da am Sonnabend mitunter nachgefragt worden sei, wo denn Kirchhorsten liegt, will Sczess den Namen des Ortsverbandsändern lassen: Angedacht ist die Bezeichnung "Ortsverband Stadthagen/Kirchhorsten" oder "Ortsverband Kirchhorsten/Stadthagen".




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