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Drei Abende sind dem berühmten Komponisten gewidmet / Programm mit Blume, Bielow, Preuß-Niemeyer und Suchland

200. Geburtstag: Kulturverein stellt auf Schumann scharf

Bückeburg (rd). „Worte sind Töne“: Unter diesem Motto steht die neue und jüngste Veranstaltungsreihe des Kulturverein Bückeburg in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei. Geboten werden drei Abende zum 200. Geburtstag von Robert Schumann.

veröffentlicht am 19.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 18:41 Uhr

Für Klassikfreunde ist 2010 ein wichtiges Jahr. Man feiert den 200. Geburtstag von Frédéric Chopin – und eben den von Robert Schumann. Beide sind bedeutende Komponisten der romantischen Epoche.

Schumann gehört ohne Zweifel zu den gebildetsten und wortgewandtesten Künstlern seiner Zeit, obwohl seine große (auch literarische) Produktivität sicherlich eine Möglichkeit war, seine Wortkargheit und Unsicherheit gegenüber anderen Menschen auszugleichen. Über die Doppelnatur eines faszinierenden Mannes und sein ereignisreiches Leben von der Kindheit bis zur großen Liebe zu Clara Wieck will diese kleine Reihe mit Romanauszügen, Briefen und Musik erzählen.

Donnerstag, 4. November, 19 Uhr Stadtbücherei: „Beredte Schweigsamkeit“ – Frank Suchland liest aus den ersten Kapiteln des Romans „Schumanns Schatten“ von Peter Härtling. Der bekannte Rezitator berichtet über die Kinder- und Jugendzeit Robert Schumanns, über das glückliche, aber zwiegespaltene Leben in Zwickau bis zur ersten Begegnung mit Heinrich Heine. Der mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedachte Schriftsteller Peter Härtling gab dazu sein ganz persönliches Einverständnis.

Freitag, 5. November, 19 Uhr, Stadtbücherei: „Florestan und Eusebius“ – Frank Suchland liest aus „Schumanns Schatten“. In der Fortsetzung wird von der Studienzeit des Komponisten bis zum Beginn der großen Liebe zu Clara Wieck erzählt.

Weiter geht es aus der Veranstaltungsreihe „Poesie am Nachmittag“:

Sonntag, 7. November. 17 Uhr, Staatsarchiv: „Geliebte Clara“ – Musikalisch-literarischer Abend mit Almut Preuß-Niemeyer, Andrej Bielow, Jessica Blume und Frank Suchland. Schauspielerin Jessica Blume und Frank Suchland lesen aus dem Briefwechsel von Clara Wieck und Robert Schumann, den der Rezitator aus über 400 Schreiben zusammengestellt hat. Dazu gibt es ein weiteres Kapitel aus Härtlings Roman: der Kampf um Clara gegen den Widerstand ihres Vaters Friedrich Wieck.

Den musikalischen Rahmen gestalten Almut Preuß-Niemeyer am Flügel und der junge, talentierte Violinist Andrej Bielow. Die beiden hervorragenden Musiker spielen unter anderem drei Romanzen op.94 von R. Schumann und drei Romanzen op. 22 von Clara Schumann, geb. Wieck.

Die Karten für die Lesungen am Donnerstag, 4. November, und Freitag, 5. November, kosten jeweils sechs Euro. Für die Veranstaltung am Sonntag, 7. November, sind Eintrittskarten für 14 Euro erhältlich.

Weitere Informationen gibt es beim Kulturverein unter der Telefonnummer (0 57 22) 36 10.

Jessica Blume und Frank Suchland lesen aus dem Briefwechsel zwischen Clara Wieck und Schumann.




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