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Katzenepidemie, Sanierung des Hauptgebäudes, neue Quarantänestation und Heimleiterin im Ruhestand

2006 einäußerst turbulentes Jahr bei den Tierschützern

Bückeburg (jp). Auf eines der ereignisreichsten Jahre seiner Geschichte kann der Tierschutzverein Bückeburg-Rinteln dieser Tage zurückblicken. In das Jahr 2006 fielen einerseits wichtige Neuerungen wie die Einweihung der neuen Katzenquarantäne sowie der Wachwechsel auf dem Posten der Heimleitung, aber auch eine der bislang schlimmsten Katzenepidemien sowie der Beginn der seit langem fälligenSanierung am Hauptgebäude.

veröffentlicht am 30.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:14 Uhr

Untrennbar verbunden ist das Tierheim mit dem Namen Brigitte Frey. Im Mai 2006 konnte die Tierheimleiterin ihr 25. Dienstjubiläum feiern, am 1. November trat die 63-Jährige in den (Un-)Ruhestand. Ihren Platz nimmt bis zu einer endgültigen Nachfolgeregelung die bisherige Stellvertreterin Branca Wölle ein. Erfolgreich abgeschlossen wurden auch die Arbeiten an der neuen Katzenquarantäne. Am 17. September konnte das separat zum Haupthaus errichtete Nebengebäude im Rahmen des großen Sommerfestes seiner Bestimmung übergeben werden. Fast drei Jahre hat der Verein geplant, gesammelt, gebaut und eingerichtet. Dabei wurde das wichtigste Ziel verwirklicht, die neue Katzenquarantäne ohne Belastung des regulären Tierheim-Haushaltes zu realisieren. Nicht verhindern konnte die noch nicht komplett in Betrieb genommene Katzenquarantäne jedoch, dass Ende September eine verheerende Infektion unter den im Tierheim untergebrachten Katzen wütete. Der äußerst aggressiven Variante des "felinen Parvovirose-Virus" fielen über 30 Tiere, überwiegend Jungkatzen, zum Opfer. Mitte Oktober konnte Entwarnung gegeben werden: Die Infektion war unter Kontrolle. "Wir sind noch sehr glimpflich davongekommen", urteilt die Vereinsvorsitzende Monika Hachmeister. Die Zukunft sieht die Tierschutz-Chefin jedoch realistisch: "Auch die beste Quarantäne und die größten Vorsichtsmaßnahmen werden uns in Zukunft nicht davor bewahren, dass irgendwann wieder so etwas passiert. Das ist bei der großen Zahl an Tieren bei uns einfach nicht zu vermeiden." Ein riesiges Dankeschön richtete Monika Hachmeister rückblickend an die Bevölkerung für die enorme Unterstützung, die die Tierschützer in diesem Jahr bei ihrer Arbeit erfuhren. Insbesondere während der schlimmen Infektionstage seien sowohl die Anteilnahme als auch die praktische Hilfe "überwältigend" gewesen. Auch die Sanierungsarbeiten am Hauptgebäude konnten größtenteils abgehakt werden. "Dabei haben sich die Schäden teilweise als noch viel schlimmer herausgestellt, als selbst von den Gutachtern angenommen", erklärte Hachmeister. Im neuen Jahr sollen weitere Sanierungen im Innenbereich folgen.




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