weather-image
20°
×

Stadtbrandmeister warnt vor Ausbildungslücke und Feuerwehrfusion

2008 ist für die Feuerwehr eines der schwierigsten Jahre gewesen

Evesen (bus). Rückblicke auf die Großbrände am 15. August bei Interseroh in Berenbusch und am 12. September beim Bückeburger Fleisch- und Wurstproduzenten Bauerngut haben im Zentrum des Jahresberichtes von Evesens Ortsbrandmeister Reiner Weßling gestanden.

veröffentlicht am 16.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 09:41 Uhr

In Berenbusch habe es sich für die Ortsfeuerwehr um einen der längsten Einsätze der letzten Jahre gehandelt. 41 Kameradinnen und Kameraden, erläuterte Weßling, seien über 30 Stunden lang im Einsatz gewesen. Der Brandeinsatz Bauerngut habe „gerade von unseren Atemschutzleuten einiges abverlangt“. In Zusammenarbeit mit Röcke und Cammer seien beide Einsätze gut gemeistert worden.

Weßling begrüßte außer zahlreichen Kameraden auch Abordnungen benachbarter Wehren und etliche Ehrengäste. Bückeburgs stellvertretender Bürgermeister Horst Schwarze sagte im Namen von Rat und Verwaltung Dankeschön und sagte Hilfe dafür zu, dass die Feuerwehr ihre erforderliche Ausstattung erhält. Was die Wehren in diesem turbulenten Jahr geleistet hätten, unterstrich Evesens Ortsbürgermeister, gehe weit übers normale Maß hinaus.

„Es war eines der schwierigsten Jahre für die Bückeburger Feuerwehren“, stellte Stadtbrandmeister Dirk Hahne fest. Er sei zufrieden über das Geleistete und den Beitrag aller Kameraden zum Erfolg. Die beiden Großbrände haben laut Hahne aufgezeigt, „dass wir es uns nicht erlauben können, auf einen einzigen Kameraden zu verzichten und dass eine entsprechende Ausbildung erforderlich ist“.

Probleme bereiten Hahne auf Landesebene die Lehrgänge, da man auf Kreisebene nur 60 Prozent der angemeldeten Lehrgänge erhalten würde. So könne in fünf Jahren fraglich sein, ob noch genügend ausreichend ausgebildete Kameraden zur Verfügung stünden. Kreisbrandmeister Klaus Peter Grote habe an den Niedersächsischen Innenminister geschrieben und um Abhilfe gebeten. „Der Zustand ist nicht tragbar und nicht hinnehmbar“, kritisierte der Stadtbrandmeister.

„Die Führung der Kreisfeuerwehr Schaumburg will nicht als fünftes Rad an Hameln dranhängen, wo wir nichts zu entscheiden haben“, sagte Hahne bezüglich der Diskussion um Standort und Zukunft der Leitstelle. Die Kostensituation treibe „nicht zwingend zur Zusammenlegung“. Die einzig tragbare Lösung für die Schaumburger Feuerwehren sei eine Zusammenlegung der Leitstellen Schaumburg und Nienburg mit Sitz in Stadthagen.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige