weather-image
10°
×

Lipper flüchtet zu Fuß weiter / Polizei entdeckt im Fahrzeug Diebesgut von Einbrüchen in Wohnwagen am Doktorsee

22-Jähriger Autodieb fährt Fiat im morastigen Acker fest

Rinteln (wm). Am späten Samstagnachmittag ist auf dem Gelände des Doktorsees ein Auto entwendet worden. Der Verdacht richtete sich von Anfang an gegen einen 22-jährigen Mann aus Lippe, der nach seiner Haftentlassung illegal auf dem Gelände des Doktorsees und teilweise auch am Stemmer See lebt.

veröffentlicht am 11.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

Nach dem Fahrzeug, einem Fiat-Kombi, sei dann an "mehreren bekannten Anlaufstellen" des Mannes gefahndet worden, schilderte gestern die Polizei, ohne Erfolg. Erst am Samstagabend gegen 19.30 Uhr sei der Wagen dann am Doktorsee-Eingang 3 entdeckt worden. Als der Fahrer den Polizeiwagen gesehen habe, "gab der Mann Gas und versuchte in halsbrecherischer Fahrtüber Feldwege zu entkommen." Kurz vor Stemmen war die Flucht zuende: Der 22-jährige kam mit dem Fiat von der Fahrbahn ab, der Wagen blieb in einem morastigen Feld stecken. Der junge Mann flüchtet zu Fuß weiter in die Dunkelheit. Auf den nassen Äckern verlor am Ende sogar ein herbeigeholter Polizeihund seine Spur. Die Polizei stellte das beschädigte, schlammverkrustete Fahrzeug sicher. Im Wagen hatte der Flüchtige seinen Rucksack zurückgelassen, darin fanden die Beamten neben den persönlichen Papieren auch den Fahrzeugschein eines Motorrollers, der am Freitag in der Klosterstraße gestohlen worden war. Der Roller, mit einem Lenkradschloss gesichert, hatte gerade mal 15 Minuten unbeaufsichtigt im Hauseingang vor der Spielhalle "La Chance" gestanden. Den Roller entdeckte die Polizei am Parkplatz Stemmer See. An dem Fiat, den der Flüchtige im Acker festgefahren hatte, waren gestohlene Kennzeichen angebracht - entwendet in Bösingfeld, wie die Beamten feststellen. Außerdem fand sich im Fahrzeug jede Menge Diebesgut, das nach dem ersten Feststellungen offensichtlich aus Wohnwagenaufbrüchen am Doktorsee stammt. Die Ermittlungen dauern noch an.




Anzeige
Anzeige