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Gemeindedirektor Rolf Harmening verabschiedet / Straßenbau und Kitas sind Errungenschaften

34 Jahre lang „Ich kümmere mich drum“

Nienstädt (gus). Mit einem gelungenen Sketch haben Jungen und Mädchen der Kindergärten Liekwegen und Sülbeck sowie des Schülerhorts Rolf Harmening als Gemeindedirektor verabschiedet. Die Kinder führten dem angehenden Pensionär zur Erinnerung vor Augen, wie ein typischer Arbeitstag in der Amtsstunde ablief.

veröffentlicht am 09.01.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 13:42 Uhr

Eigentlich wollte „Rolf Harmening“ seine Akten wälzen, doch das Telefon stand kaum still, und doch, dann klopfte es an der Tür. Hier sollte eine Straße gestreut werden, da brauchte jemand einen Hort-, Krippen- oder einen Bauplatz. Und es mussten auch Kitas und Turnhallen repariert werden. „Ich kümmere mich drum“, lauteten die stoischen Repliken „Harmenings“. Besonders laut fielen Applaus und Gelächter aus, als er diese Antwort auch bei der Nachricht parat hatte, dass eine Hortbetreuerin ein Kind bekommt.

Bürgermeister Gerhard Widdel erinnerte daran, dass Harmening (der echte) bereits am 1. Dezember 1974 zum Protokollführer der Gemeinde wurde. 1978 übernahm der Verwaltungschef auch den Posten des Gemeindedirektors, den er nun nach fast 34 Jahren abgibt. Seine Nachfolge tritt Sandra Wiechmann an.

Zu den Errungenschaften der Ära Harmening zählte Widdel die Ortsbild prägenden Schritte im Straßenbau. Ende 1980 führte Harmening Regie, als die Siedlung Meinefeld an das Entwässerungssystem angeschlossen wurde. Gehwege wurden unter anderem an der Sülbecker Straße, am Großen Kamp, am Blumenbruch, an der Bergstraße und an der Liekweger Straße angelegt.

Als Harmening antrat, hatte die Gemeinde nach Worten Widdels zwei Spielkreisgruppen. Heute gebe es sechs Kindergartengruppen inklusive Krippenplätzen und einen Schülerhort. Harmening relativierte das viele Lob. Das Erreichte sei Resultat guter Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat. Dort habe es „keine Schaukämpfe“ gegeben. Auch das Bauhof-, Verwaltungs- und Kindergartenpersonal lobte der Ruheständler in spe. Und er dankte allen Ehrenamtlichen, die der Gemeinde mit Eigenarbeit Geld einsparten.

Harmening dankte allen, die ihn in seiner Arbeit unterstützt haben. Er freue sich nun auf den Ruhestand, nicht zuletzt, weil der berufliche Zeitaufwand häufig etwas groß gewesen sei. Zum Abschied gab es unter anderem Reisegutscheine.

Kaum zu unterscheiden: Rolf Harmening und sein Pendant als Bühnenfigur.

Foto: gus




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