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Neue Möglichkeiten Richtung Escher oder hinter Penny-Markt / Landwirtschaftliche Flächen müssen angekauft werden

375 000 Euro für größeres Gewerbegebiet

Das Auetaler Gewerbegebiet soll erweitert werden. Dazu müssen aber Landwirte Teile ihrer Flächen an die Gemeinde verkaufen oder mit anderen tauschen.

veröffentlicht am 22.03.2018 um 17:15 Uhr

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Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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REHREN. Die Erweiterung des Gewerbegebietes in Rehren ist schon lange Thema in Politik und Wirtschaft. Jetzt hat der Rat im Rahmen der Haushaltsberatungen zugestimmt, 375 000 Euro für den Ankauf für Flächen bereitzustellen.

„Da das Rehrener Gewerbegebiet, zumindest was die Verfügbarkeit von Flächen in kommunaler Hand betrifft, ausverkauft ist, sehen wir uns gefordert, geeignete landwirtschaftlich genutzte Flächen anzukaufen oder zu ,ertauschen‘, um in unmittelbarer Nähe zum jetzigen Gewerbe- und Industriegebiet weitere Grundstücke baurechtlich ausweisen und anbieten zu künnen“, erklärte Bürgermeister Heinz Kraschewski gegenüber unserer Zeitung.

Die Gespräche mit den Eigentümern von Grundstücken hinter dem bestehenden Gewerbegebiet in Richtung Escher und hinter dem Penny-Markt seien im Gange.

„Die Gespräche gestalten sich größtenteils vielversprechend. Mehrfach wurde die Auffassung vertreten, dass es für die Zukunft der Jugend unerlässlich ist, eine positive Gewerbeentwicklung zu forcieren, dadurch Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen und eine gesunde finanzielle Basis für die Kommune zu sichern. Dem kann ich nur beipflichten“, so Kraschewski. Aber es gebe auch Grundstücksbesitzer, die jetzt nicht verkaufen möchten und lieber später ihren Enkelkindern die Entscheidung überlassen wollen oder andere, die sich dafür aussprechen, die Flächen als Ackerland zu erhalten, um so weitere Flächenversiegelungen zu verhindern. „Die Zielsetzung der kommunalen Wirtschaftsförderung muss sein, die Loyalität der ansässigen Unternehmen zum Firmensitz zu stärken und auf deren Wünsche und Erwartungen einzugehen“, sagte der Bürgermeister. Beispiele dafür seien eine gute Breitbandversorgung und verkehrliche Anbindung, aber auch sogenannte weiche Standortfaktoren wie die hausärztliche Versorgung, das Angebot an Wohnbauflächen, die Kinderbetreuung und das Einzelhandelsangebot.

„All diese Aspekte ergeben ein Gesamtbild, das für ansiedlungswillige Unternehmen eine wichtige Rolle spielt“, weiß Kraschewski.

Firmen wie „Scanblue“ und „Genesis Display“ seien zwar weltweit tätig, aber nach eigenem Bekunden durchaus sehr an einer positiven Entwicklung des Standorts Auetal interessiert.

„Wenn es uns gemeinsam gelingt, Partner dieser Unternehmen für ein Engagement im Auetal zu gewinnen, liegen die Vorteile für alle Seiten auf der Hand“, stellte Kraschewski fest.

Gleichwohl blieben auch die regional tätigen Auetaler Betriebe im Blickfeld der Verwaltung. „Auch für sie muss die kommunale Wirtschaftsförderung Perspektiven in Bezug auf Personalgewinnung als auch auf bauliche Erweiterung bieten“, so der Bürgermeister.

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