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Siedlerbund heißt jetzt "Verband Wohneigentum" / Kritik an Abwasserbetrieb Porta

411 Mitglieder haben die Siedler

Kleinenbremen/Wülpke (gp). Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis sich die Mitglieder der Siedlergemeinschaft Kleinenbremen/Wülpke an den neuen Namen ihrer Dachorganisation gewöhnt haben. Jedenfalls war bei der Jahreshauptversammlung - statt der neuen Bezeichnung "Verband Wohneigentum" - nur vom alt vertrauten "Siedlerbund" die Rede. Ohnehin waren die anwesenden Häusle-Bauer viel mehr an den Fragen und Entwicklungen vor Ort als an den organisatorischen Überlegungen der höheren Funktionärsebene interessiert.

veröffentlicht am 20.03.2007 um 00:00 Uhr

Die Geehrten (vorne v.l.): Veronika und Jürgen Rausch, Monika La

Bezirksausschussvorsitzender Rainer von Marcholewski, in Personalunion auch SPD-Stadtratsfraktionsvorsitzender, berichteteüber Neuigkeiten aus dem Portaner Rathaus. Danach darf künftig entlang der Alten Straße auch die "zweite (Grundstücks-) Reihe" bebaut werden. Nach wie vor unklar ist dagegen, ob und wie es im "Gallen" weitergeht. Über allem laste die schwierige Haushaltslage, so Ratsherr von Marcholewski. "Früher haben wir Wohltaten verteilt, heute reicht's nur noch für Greueltaten". Von Marcholewskis Vorgänger Dieter Lichte, von Beruf Bezirksschornsteinfegermeister, sprach über das richtige und gefahrlose Verfeuern von Kaminholz, und Lichtes Sohn und Kollege Tim informierte über Bedeutung und Zielsetzung des geplanten Energiepasses. Unruhig wurde es im Saal, als die Sprache auf das Thema "Dichtigkeitsprüfung von Abwasserleitungen" kam. Mehrere Versammlungsteilnehmer machten ihrem Ärger über die von der NRW-Landesregierung verfügte Aktion Luft. Ein Teil der Kritik prasselte auch auf die Stadt Porta und ihren Abwasserbetrieb nieder. Da half es auch nichts, dass Ratsherr von Marcholewski den positiven umweltpolitischen Aspekt hervorhob. Nach seiner Darstellung ist die Durchführung der Prüfung zwar Pflicht, bestraft würden Hausbesitzer, die sich weigern, jedoch nicht. Vereinsvorsitzender Friedhelm Wehking hatte vorsorglich Kostenvoranschläge einiger in Frage kommender Firmen eingeholt. Danach kommen auf den einzelnen Hausbesitzer beträchtliche Ausgaben zu. "Am besten, wir warten erst einmal ab", gab Wehking seinen Siedlerfreunden mit auf den Weg. Die Abwicklung der Vereinsregularien ging, wie in jedem Jahr,äußerst zügig über die Bühne. Die Entlastung des Vorstandes war reine Formsache, Neuwahlen standen turnusmäßig nicht auf der Tagesordnung. Alter und neuer Vorsitzender ist Friedhelm Wehking, sein Stellvertreter bleibt Wilhelm Bensch, als Schriftführerin und Kassenchef wurden Monika Lange (Stellvertreterin Ilse Dalpke) sowie Jürgen Neuber (Vertreter Helmut Scherwinski) in ihren Ämtern bestätigt. Zur Zufriedenheit der Anwesenden trug auch der anhaltende Aufwärtstrend bei den Siedlerfreunden bei. Der Verein hat erneut zugelegt und gehört mit seinen mittlerweile 411 Mitgliedern nicht nur zu den größten örtlichen Bürgergemeinschaften, sondern ist auch innerhalb des (Siedler-) Kreisverbandes Minden die Nummer eins. Die gute Stimmung im Verein ließ sich auch am Interesse an der Mitgliederversammlung ablesen. Mit 150 Teilnehmern war das Ex-Dorfgemeinschaftshaus (heute Restaurant "Olympia") voll besetzt. Höhepunkt des Abends war die Ehrung langjähriger Mitglieder. Für 25-jährige Treue wurden Veronika und Hans-Jürgen Rausch, Marlies und Horst Frank sowie Brigitte und Friedrich Bierwirth ausgezeichnet. Die Ehrung nahm der aus Barkhausen angereiste Kreisvorsitzende Wilhelm Ahnefeld vor.

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