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Ortsteilbericht aus Cammer: Ersterwähnung wird im Sommer drei Tage gefeiert

450-Jahr-Feier könnte „Regioport“ als Hauptgesprächsthema ablösen

Cammer (bus). Die Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung nimmt den Jahreswechsel zum Anlass, um gemeinsam mit den Bürgermeistern respektive Vorstehern der Bückeburger Ortsteile Rückschau auf 2011 zu halten und einen Ausblick auf die bevorstehenden zwölf Monate zu versuchen. In Cammer kommt dem neuen Ortsbürgermeister Hans-Georg Terner zuvorderst der in unmittelbarer Nachbarschaft seiner Heimatgemeinde geplante Containerumschlagplatz „Regioport“ in den Sinn.

veröffentlicht am 05.01.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 21:41 Uhr

„Der Hafenbau ist hier ohne Frage das beherrschende Gesprächsthema gewesen und er wird es wohl auch noch eine Weile lang bleiben“, fasst Terner, der im zurückliegenden November die Nachfolge von Friedrich Rösener antrat, seine Eindrücke zusammen. „Wir werden die weitere Entwicklung sehr genau beobachten.“ Zudem nennt der Ortsbürgermeister zwei weitere mit dem Thema „Wasser“ verbundene Vorhaben, die im Vorjahr auf der Cammeruner Agenda gestanden haben. Beide Projekte, sowohl die Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich des Aue-Kanals als auch die Renaturierung der Riehe, seien größtenteils abgeschlossen. „Der Schutzwall am Aue-Kanal ist zu etwa 90 Prozent fertiggestellt“, erläutert der Berichterstatter, an der Riehe warte noch ein Teilabschnitt zwischen dem Holzkamp und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen auf die naturnahe Umgestaltung. Des Weiteren habe in den vergangenen Monaten die Herrichtung des Dorfplatzes am Dorfgemeinschaftshaus beträchtliche Fortschritte gemacht, merkt der Ortsbürgermeister an. Dem Platz kommt in Cammer nicht zuletzt wegen des hier noch auf traditionelle Art und Weise gefeierten Schützenfestes (Terner: „Das einzige in der ganzen Stadt mit einem Festzelt“) und wegen des ebenfalls rund um einen Zeltbau organisierten Erntefestes eine besondere Rolle zu.

Beide jeweils mehrere Tage dauernden farbenfrohen Feierlichkeiten sind feste Bestandteile des örtlichen Jahreskalenders. Bislang mussten die Stellflächen für die Festzelte angemietet werden. Die Anmietung könnte im Anschluss an die Fertigstellung des Platzes zum Teil wegfallen.

Kommt hinzu, dass in diesem Jahr ein zusätzliches Fest im Cammeruner Kalender auftaucht, dem nicht wenige Bewohner sogar zutrauen, den „Regioport“ als Hauptgesprächsthema abzulösen. 2012 jährt sich die urkundliche Ersterwähnung der Ortschaft zum 450. Mal. Das Jubiläum soll von Freitag, 29. Juni, bis Sonntag, 1. Juli, mit einer hauptsächlich am und im Dorfgemeinschaftshaus auf die Beine gestellten Sonderveranstaltung begangen werden. Informationen aus dem Festausschuss zufolge sind unter anderem ein Spielfest für Kinder (Freitag), ein historischer Dorfmarkt (Sonnabend) und ein Waldgottesdienst (Sonntag) vorgesehen. Überdies wird eine Besucherdelegation aus der Partnergemeinde Cammer/Brandenburg erwartet.

Hans-Georg Terner

„Zum Clou der Jubiläumsfeier könnten unterdessen Hubschrauberrundflüge avancieren“, kündigt Terner an. Die Verhandlungen mit dem Anbieter dieser außergewöhnlichen Attraktion stünden kurz vor dem Abschluss. Die Möglichkeit des Vogelperspektivenblicks dürften etliche Fluggäste dazu nutzen, das Areal des geplanten Containerumschlagplatzes in Augenschein zu nehmen.




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