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Wichtig ist das Wissen

5. Schaumburger Agrarforum in der IGS Obernkirchen

OBERNKIRCHEN. Nach dem Vortrag bestand Redebedarf, fast eine Stunde diskutierten Zuhörer und Referent noch in der Aula der IGS. Prof. Dr. Enno Bahrs, Agrarwissenschaftler, Agrarökonom und Steuerexperte, hatte zuvor vor Schaumburger Landwirten darüber vorgetragen, dass sich Investitionen in die Landwirtschaft durchaus lohnen würden – wenn man es denn richtig mache.

veröffentlicht am 13.03.2018 um 14:46 Uhr
aktualisiert am 13.03.2018 um 15:25 Uhr

Prof. Dr. Enno Bahrs. Foto: pr
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Autor

Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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Allerdings seien es diese Investitionen, die den Landwirten im Moment schwerfallen würden. Generell sei der Erfolg eines Betriebes hochgradig individuell, Patentrezepte gebe es keine, führte Bahrs aus und erntete dafür ein lang gezogenes „Oooh“ aus der Zuhörerschaft.

Aber die in der Landwirtschaft eingesetzten Faktoren wie Arbeit, Boden und Kapital müssten angemessen entlohnt werden, so der Referent. Das Problem seien die Preisschwankungen an den Agrarmärkten, mit denen man umzugehen lernen müsse.

Bahrs riet den Landwirten, die Weiterbildung nicht zu vernachlässigen, vor allem in Aus- und Weiterbildung zu investieren. An der Universität erworbenes Wissen sei nach fünf Jahren nicht mehr aktuell, wer rentabel wirtschaften wolle, müsse auf dem aktuellen Stand sein. Bodenpreise könne nur richtig einschätzen, wer den rechtlichen Rahmen kenne und wisse, wie sich die Agrarpolitik entwickelt.

Ob ein Betrieb erfolgreich sei, hänge nicht allein von Größe und Standort ab, mitentscheidend sei, wie ein Hof gemanagt werde, sagte Bahrs. Nur wer top ausgebildet sei, der werde für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet sein.

Bereits zum fünften Mal in Folge fand das Schaumburger Agrarforum in gemeinsamer Kooperation der Sparkasse Schaumburg, dem Niedersächsischen Landvolk und der Landberatung Schaumburg statt. Sparkassen-Vorstand Oliver Schiller und Jens Hahne, Leiter des Firmenkundenzentrums der Sparkasse Schaumburg, stellten in ihrer Begrüßung das gute Verhältnis zwischen Sparkasse und Landwirten in den Vordergrund.

Das Agrarforum solle nicht nur dazu dienen, fachliche Informationen zu vermitteln, sondern auch die Kontaktpflege voranzutreiben.




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