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50 000 Schweineschultern: „Eine Sauerei!“

Bückeburg. Ob es eine Drohne mit Kampf- oder nur mit Spähauftrag ist, bleibt ungeklärt: „Ich werde es nicht zulassen, dass der politische Gegner uns hier und jetzt (aus-)sticht“, schmunzelt Stephan Weil – und schlägt immer wieder nach einer aggressiven schwarz-gelben Wespe, die ihn hartnäckig umkreist. Die Wespe soll eines der wenigen Lebewesen bleiben, die Niedersachsens Ministerpräsidenten Samstagvormittag auf dem Marktplatz umschwärmen. Einen Marktplatz, den auch noch um 11 Uhr, als Weil vorfährt, ebenso wenig Menschen sprenkeln wie zu dem für 10 Uhr terminierten Auftakt der SPD-Kundgebung.

veröffentlicht am 15.09.2013 um 15:11 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 12:21 Uhr

Bückeburg. Ob es eine Drohne mit Kampf- oder nur mit Spähauftrag ist, bleibt ungeklärt: „Ich werde es nicht zulassen, dass der politische Gegner uns hier und jetzt (aus-)sticht“, schmunzelt Stephan Weil – und schlägt immer wieder nach einer aggressiven schwarz-gelben Wespe, die ihn hartnäckig umkreist. Die Wespe soll eines der wenigen Lebewesen bleiben, die Niedersachsens Ministerpräsidenten Samstagvormittag auf dem Marktplatz umschwärmen. Einen Marktplatz, den auch noch um 11 Uhr, als Weil vorfährt, ebenso wenig Menschen sprenkeln wie zu dem für 10 Uhr terminierten Auftakt der SPD-Kundgebung.
Eines von Weils Themen: der deutsche Arbeitsmarkt mit seinen skurrilen Blüten. So schleppten Tausende aus Südosteuropa angeworbene Frauen in der Fleischindustrie fünf Kilogramm schwere Schweineschultern; für jede Schulter bekämen sie weniger als einen Cent. „Da müssen diese Frauen jeden Monat 50 000 Stück schleppen, um auf gerade mal 500 Euro zu kommen.“ Müssten noch dazu in schimmeligen 15-Quadratmeter-Unterkünften hausen, würden dabei aber nicht als normale Arbeitnehmer, sondern als „selbstständige Privatunternehmer“ gelten. „Ist das“, fragt Weil, „nicht eine Riesensauerei?“




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