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Geburtstagsfeier mit Prominenz, Sommerfest und Tag der offenen Tür

50 Jahre Haus Kurt Partzsch

veröffentlicht am 01.09.2016 um 12:13 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:29 Uhr

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BÜCKEBURG. Das Haus Kurt Partzsch feiert am kommenden Sonntag, 4. September, sein 50-jähriges Bestehen. Zum runden Geburtstag präsentiert sich das vom Verein zur Betreuung von Schwerbehinderten (Coppenbrügge) getragene Zentrum für innovative rehabilitative Pflege und Betreuung mit einem Sommerfest und einem Tag der offenen Tür der breiten Öffentlichkeit. „Wir freuen uns auf viele Besucher und prominente Gäste“, sagt Einrichtungsleiterin Petra Ripke-Eifler.

Das Festprogramm nimmt seinen Anfang um 10.30 Uhr mit einem Sektempfang. Im Anschluss an die Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Rolf Harmening werden Landrat Jörg Farr, Bürgermeister Reiner Brombach und Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke Grußworte sprechen. Für einen Überblick über die Historie des Hauses sind Ripke-Eifler und Partzsch-Geschäftsführer Frank Schmidt vorgesehen. Den musikalischen Teil des Empfangs wird das Duo „Little Jazz“ bestreiten.

Anschließend beginnt auf dem Parkplatz des Zentrums ein Sommerfest, das allerhand Attraktionen zu bieten hat. Mit von der Partie sind unter anderem die Band „All For The Taken“ der Musikschule Schaumburger Märchensänger, die Formation „Party Piloten“, die Kindertanzgruppe des TSV Krainhagen und die Stepptanzformation „Rock ’n’ Roll & Petticoats“. Zudem zählen Verkaufsstände mit kunsthandwerklichen Erzeugnissen, eine Fotoausstellung mit Porträts der Bewohner, ein abwechslungsreiches Kinderprogramm und eine von Geschäftspartnern und Lieferanten üppig bestückte Tombola zum Angebot. „Selbstverständlich wird auch für die Verpflegung unserer Gäste vorgesorgt sein“, ergänzt Ripke-Eifler.

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Das Haus Kurt Partzsch umfasst heute drei eigenständige Pflege- und Betreuungsbereiche – vollstationäre Pflege (80 Plätze), Eingliederungshilfe (72 Plätze) und Tagespflege (15). Das Angebot der vollstationären Pflege ist für Menschen höheren Alters vorgesehen. Ziel ist hier, ein möglichst hohes Maß an Lebensqualität zu ermöglichen respektive zu erhalten. In der Eingliederungshilfe werden jüngere Menschen mit körperlichen Behinderungen und psychischen Beeinträchtigungen gepflegt und betreut. Diese sollen langfristig beim Aufbau einer selbstständigen Lebensgrundlage und bei der sozialen Integration in die Gemeinschaft unterstützt werden.

Die 2009 eingerichtete Tagespflege richtet sich an Senioren und Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Sie erhalten ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen entsprechende ganzheitliche Pflege und Betreuung. Die Tagesgäste werden durch vielseitige Aktivitäten in ihrer Selbstständigkeit gefördert. Darüber hinaus wird die Häuslichkeit erhalten und eine Entlastung der Angehörigen im Alltag erreicht.

Das Haus, das bis dahin als Jugendherberge fungierte, wechselte 1966 von der Stadt Bückeburg in den Besitz des Trägervereins. Anfang Juli 1966 erfolgte die erste Belegung mit 60 Schwerbehinderten. Im Laufe seiner Geschichte erlebte der Komplex den jeweiligen Anforderungen und Bedürfnissen folgend mehrere Erweiterungsmaßnahmen. 1977 kamen 73 Plätze hinzu, 1991 gab es einen neuen Innenhof, 2001 wurde ein für 4,5 Millionen D-Mark errichteter Bau mit 29 zusätzlichen Plätzen eingeweiht. Nun verfügte die Einrichtung über insgesamt 152 Heimplätze.

Unter der Prämisse „Im Mittelpunkt steht der Mensch“ wurden im zurückliegenden halben Jahrhundert überdies einige konzeptionelle Veränderungen vorgenommen – etwa 1986, als mit dem Konzept „ganzheitliche Pflege“ die Integration Behinderter verbessert wurde. Die Bildung von Wohngruppen trug zur Stärkung der Verantwortung der Heimbewohner bei.

Bemerkenswert ist außerdem, dass Petra Ripke-Eifler in diesem Jahr ebenfalls Anlass zum Feiern hatte. Sie übernahm die Leitung des Hauses am 1. Mai 1991.




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