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"Rekordsumme": Andreas-Gärtner-Stiftung verteilt Spenden an 91 Familien und Institutionen

500 000 Euro für geistig behinderte Kinder

Porta Westfalica/Landkreis (la). Exakt 487 050 Euro hat die Andreas-Gärtner-Stiftung in diesem Jahr an Kinder mit geistiger Behinderung verteilt. "Das ist eine absolute Rekordsumme", freute sich Hermann Gärtner, der die Stiftung 1993 gegründet hat. Bedacht wurden vor allem Einrichtungen und Familien in Ostwestfalen-Lippe, aber auch in das Schaumburger Land, nach Hamm, Aachen und Duderstadt gingen beträchtliche Summen.

veröffentlicht am 13.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

"Vor allem seit wir mit unserer Stiftung im Internet präsent sind, erreichen uns jedes Jahr viele hundert Briefe aus ganz Deutschland - von Garmisch bis Flensburg. Wir würden gern allen helfen, aber das geht leider nicht", sagte Hermann Gärtner. Gemeinsam mit seinen Vorstandsmitgliedern habe er sieben Stunden vor den Anfragen gesessen, um das Geld gerecht und sinnvoll zu verteilen. Vor allem viele Einzelschicksale bewegen den Vorsitzenden der Stiftung. So berichtete er von einer Mutter mit drei behinderten Kindern, die nicht mal genug Geld hatte, um Lebensmittel einzukaufen. Da sei dann schon mal schnelle Hilfe gefragt. Schließlich könne diese Familie, wenn sie im Februar um Hilfe bittet, nicht erst im Dezember, wenn die Spendenausschüttung dran wäre, Unterstützung bekommen. "Es gibt eigentlich drei große Bereiche, in denen wir um Hilfe gebeten werden", stellt Gärtner fest. Die meisten Eltern von Kindern mit Behinderungen würden die Gärtner-Stiftung um einen Zuschuss beim Kauf eines behindertengerechten Autos bitten. Schließlich müssten die Kinder zu Ärzten, zur Therapie oder in die Werkstätten gefahren werden. Der Zuschuss der Gärtner-Stiftung beläuft sich in der Regel auf 5000 Euro für ein Auto. Die zweite große Gruppe seien die Anfragen auf einen Zuschuss für eine Delfintherapie in Florida. "Das ist zwar sehr teuer, aber vielen Kindern hilft es nachweislich. Deshalb unterstützen wir diese Therapie auf Anfrage und nach eingehender Prüfung mit 4000 Euro", berichtete Gärtner. Rund 5000 Euro kostet die Behandlung von Kindern mit Behinderungen bei einem Arzt in der Ukraine, von der sich viele Menschen Erfolg versprechen. Diese Behandlung bezuschusst die Gärtner-Stiftung mit 2500 Euro. "Ob es wirklich hilft, wissen wir nicht, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man alles versucht, um seinem Kind zu helfen", so Gärtner. Die knapp 500 000 Euro, die die Andreas-Gärtner-Stiftung in diesem Jahr ausschütten konnte, sind aus Spendengeldern zusammengekommen. Einen großen Anteil hatten dabei der Porta-Cup, das alljährlich ausgetragene Golfturnier, sowie die Eröffnung des neuen Portahauses in Aachen. Der größte Anteil der Spendengelder, je 60 000 Euro, geht auch in diesem Jahr wieder an die "Diakonische Stiftung Wittekindshof" in Bad Oeynhausen und die "von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel". In Rinteln freut sich die Behindertenwerkstätte über 2000 Euro. Eine Auetaler Familie mit einem autistischen Kind erhielt bereits im Mai 2006 finanzielle Unterstützung in Höhe von 5000 Euro und wird jetzt noch einmal mit 2500 Euro bedacht. Von dem Geld wird die Behandlung des Kindes bezahlt. Insgesamt konnten in diesem Jahr 91 Familien und Institutionen von der Andreas-Gärtner-Stiftung bedacht werden.




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