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„Ungewohnt“: Gemeinde muss erneut Kredite aufnehmen / Rätseln um Auerenaturierung

500 000 Euro Schulden für Hohnhorst

Hohnhorst (gus). Hohnhorst macht Schulden: 50 0000 Euro summieren sich voraussichtlich am Ende des Jahres. Die Hauptgründe sind die Bahn-Pläne und die Dorferneuerung Rehren.

veröffentlicht am 05.02.2013 um 20:05 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:42 Uhr

Der Ergebnishaushalt der Gemeinde Hohnhorst weist in 2013 einen Fehlbetrag von 109 200 Euro auf. Aufwendungen von gut 1,37 Millionen Euro stehen Erträge von knapp 1,75 Millionen Euro gegenüber. Als erstes Gremium hat sich am Dienstagabend der Umweltausschuss mit dem Etatentwurf befasst.

Die Einnahmen stammen einerseits aus der Gewerbesteuer (205 000 Euro), aus der Grundsteuer B (118 600 Euro) und der Grundsteuer A (29 000 Euro). Den Löwenanteil stellt aber der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit 759 800 Euro dar. Weitere Erträge stammen aus Mieten, Mietnebenkosten und Erstattungen von der Samtgemeinde unter anderem für die Bewirtschaftung der Sporthallen.

Knapp 270 000 Euro an Kredit musste die Gemeinde bereits in 2012 aufnehmen, um alle Investitionen zu schultern. Für 2013 ist noch einmal eine Darlehensaufnahme in sechsstelliger Höhe nötig. Das Resultat ist, dass die Gemeinde am Ende des Haushaltsjahres mit einer halben Million Euro in der Kreide steht. „Ungewohnt für Hohnhorster Verhältnisse“, sagte Bürgermeister Wolfgang Lehrke. Enthalten sind darin schon die erste Zahlung für den geplanten Bahnbrücken-Bau und 120 000 Euro für einen Rad- und Fußweg. Laut Lehrke handelt es sich um sinnvolle Investitionen in die Zukunft der Gemeinde.

Neu geplant sind in Rehren die Umgestaltung des Bünte-Koppelwegs für 31 500 Euro und die Begrünung der Ortslage Rehren für 20 000 Euro. Alt ist aus 2012 noch die Planung für die Alte Schule Rehren, deren Umsetzung 184 000 Euro kosten soll. Die Gemeinde erhält dafür eine Zuweisung in Höhe von 129 000 Euro vom Land. Zur Alten Schule war eine Rückstellung im Haushalt 2012 eingerichtet worden.

15 000 Euro waren für den Kauf von Land zur Umsetzung der Aue-Renaturierung bei Ohndorf vorgesehen. Lehrke sagte, die Verwaltung habe in diesem Zusammenhang ihre Zusagen nicht eingehalten. Daher könnten die 15 000 Euro nicht ausgegeben werden. Karl-Walter Brüggenwirth stimmte zu, die Stadt habe nur Land-Eigentümer bis zur Ohndorfer Aue-Brücke angeschrieben. Beide wunderten sich über dieses Gebaren. Der Ausschuss votierte dafür, das Geld dennoch im Entwurf zu belassen.




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