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Feuerwehr Rolfshagen: 24 Einsätze im Jahr / Kinderfeuerwehr aufbauen

6087 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Rolfshagen (la). Die Mitglieder der Stützpunktfeuerwehr blickten in ihrer Jahreshauptversammlung auf ein ereignisreiches Jahr zurück, in deren Mittelpunkt die Feierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen der Wehr standen. Ortsbrandmeister Rüdiger Teich sagte damals im Mai im Rahmen der Festlichkeiten: „Alles Alte, sowie es Anspruch darauf hat, sollten wir lieben, aber das Neue sollten wir eigentlich leben. Tradition wird in unserer Feuerwehr großgeschrieben, aber es wäre bedauerlich, wenn wir uns allein auf die Tradition stützen müssten.“ Darum dankte der Ortsbrandmeister auf der Jahreshauptversammlung noch einmal all denen, die durch ihr engagiertes Wirken maßgeblich dazu beigetragen haben, dass die Aufgaben der Wehr in allen Belangen souverän bewältigt wurden.

veröffentlicht am 03.02.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 06:42 Uhr

32 Feuerwehrkräfte sind in der Ortsfeuerwehr Rolfshagen aktiv. Sie mussten 2009 zu sieben Brandeinsätzen und elf Hilfeleistungen ausrücken. Allein sechs Mal mussten Ölspuren beseitigt werden. Mit dem Ölschadenzug hatten die Rolfshäger Ende Dezember ihren ersten Großeinsatz in Klein Holtensen. Außerdem wurden der Festumzug beim Gemeindeerntefest, eine Ferienspaßaktion, eine Veranstaltung im Steinbruch Obernkirchen und der Laternenumzug in Rolfshagen verkehrsmäßig gesichert.

„50 Prozent der Einsätze fanden zum Glück in der Zeit von 16 bis 24 Uhr statt. Da können wir auf genügend Einsatzkräfte zurückgreifen. Etwas schwieriger wird es zwischen 8 und 16 Uhr, aber da sind immer ein paar Schichtarbeiter greifbar“, so Ortsbrandmeister Teich, der in Rolfshagen keine Probleme bei der Einsatzstärke sieht. 26, 9 Einsätze hat die Ortsfeuerwehr im Schnitt jährlich zu bewältigen. „Mit 24 Einsätzen war 2009 ein normales Feuerwehrjahr“, stellte Teich fest. Insgesamt wurden 6087 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet.

Jugendfeuerwehrwart Siegfried Idzinsky berichtete von der Arbeit mit dem Dutzend Nachwuchslöschern. Einige hätten die Jugendflamme absolviert und zwei konnten in die aktive Wehr übernommen werden. „Unser Ziel für 2010 lautet mehr Mitglieder zu werben. Außerdem möchten wir ein Zelt anschaffen“, so Idzinsky. Geplant sei auch der Aufbau einer Kinderfeuerwehr. „Dafür müssen wir Betreuer finden“, appellierte der Jugendwart an die Mitglieder.

Der Mitgliederbestand der Ortsfeuerwehr Rolfshagen ist mit 180 nahezu konstant geblieben. Einige von ihnen gehören der Wehr inzwischen einige Jahrzehnte an. Für 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr nahm Wilfried Gellermann eine Auszeichnung entgegen. Frank Struckmeier und Dirk Kopczinsky gehören der aktiv der Feuerwehr seit 25 Jahren an.

Fördernde Mitglieder sind seit 25 Jahren Ralf Diekmann und Pepino Vocino. Auszeichnungen für gute Beteiligung an Diensten, Einsätzen und sonstigen Veranstaltungen erhielten Stephan Meier, Ralf Kopczinsky, Ulf Keßler, Jörg Waltemathe, Klaus Werner, Dieter Bredemeier, Willi Bredemeier und Dieter Zoche.

Kassenwart Dieter Zoche und der stellvertretende Ortsbrandmeister Jörg Waltemathe gaben im Namen aller Mitglieder den Dank zurück und überreichten ihrem Ortsbrandmeister ein kleines Präsent für all seine Mühen und vorbildliche Einsatzbereitschaft im Kommando. Befördert wurden zum 1. Hauptfeuerwehrmann Frank Struckmeier und Stefan Jakob sowie zur 1. Hauptfeuerwehrfrau Simone Iselt, die seinerzeit die erste weibliche Kameradin in der Wehr war.

Sascha Büchner, Thilo Lübker, Arne Volkmann und Phillip Zander wurden Oberfeuerwehrmänner. Zu Feuerwehrmännern ernannt wurden Marco Solasse, Daniel Schenke und Marian Wiechmann.

„Nach den außerordentlichen Anstrengungen durch den Umbau des Feuerwehrhauses in den Jahren 2007 und 2008 und den abermals arbeitsintensivem Jahr 2009, erhoffe ich mir für 2010 ein Feuerwehrjahr, in dem wir unsere originären Aufgaben im Bereich des Brandschutzes und der Hilfeleistung mit großem Engagement erledigen können und darüber hinaus genügend Zeit bleibt, den kameradschaftlichen und gesellschaftlichen Verpflichtungen intensiv nachzugehen“, so Rüdiger Teich zum Abschluss seiner Rückschau vor knapp 60 anwesenden Mitgliedern im Gasthaus „Zum Kühlen Grund“.




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