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Polizei macht mit per Videokrad Jagd auf rücksichtslose Zeitgenossen

80 Sachen zu schnell: Polizei zieht Raser und Rowdys aus dem Verkehr

Minden/Porta Westfalica. Seit Mitte des letzten Jahres setzt die Polizei Minden ein mit Videokamera ausgerüstetes Zivilmotorrad ein, um den Verkehr zu überwachen. Wiederholt wurden in den zurückliegenden Monaten massive Geschwindigkeitsüberschreitungen und andere Fehlverhalten festgestellt und angezeigt.

veröffentlicht am 15.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

In den vergangenen zwei Wochen waren zwei Polizeibeamte des Verkehrsdienstes wieder mit der BMW unterwegs. Resümee der inkognito vorgenommenen Streifenfahrten: eine Blutprobe, fünf Strafanzeigen und 40 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen zu schnellen Fahrens, Nichtbeachtens des Ampel-Rotlichtes und verbotenen Handy-Telefonierens während der Fahrt. In Porta Westfalica beispielsweise ertappte die Streife am Sonntag, 3. Dezember, einen 35-jährigen Oldenburger auf der Rintelner Straße in Fahrtrichtung Rinteln. In Nammen zeigte der geeichte Tacho des Video-Krades im 70er-Bereich 149 km/h an, also 79 km/h zu schnell. Auf die Frage nach seinem Führerschein konnte der Mercedes-Fahrer nur mit den Schultern zucken: Die Fahrerlaubnis war ihm bereits im Oktober durch das Oldenburger Straßenverkehrsamt entzogen worden. Vor zwei Wochen fuhr ein 17-jähriger Kradfahrer im Mindener Ortsteil Minderheide mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Hämelstraße. Bei der anschließenden Überprüfung stellte der Polizeioberkommissar fest, dass der Jugendliche nicht den erforderlichen Führerschein hatte. Außerdem war das Krad gestohlen und auch nochmit einem "fremden" Kennzeichen versehen. Den 17-Jährigen erwartet jetzt eine Strafanzeige, die Ermittlungen dauern noch an. Eine Strafanzeige wegen Fahrens unter Alkoholeinwirkung und Beleidigung kommt auf einen 32-jährigen Ford-Sierra-Fahrer zu. Der Mann fuhr am Samstag, 2. Dezember, zur Mittagzeit über die B 482 zur Hausberger Weserbrücke und dann durch den Weserauentunnel in Richtung Minden-Hahlen. Er zeigte hierbei deutliche Ausfallerscheinungen, überholte verbotswidrig, fuhr permanent zu schnell - bis zu 40 km/h - und zeigte einem nicht rechtzeitig Platz machenden Autofahrer den "Stinkefinger". Das gesamte Verhalten wurde durch den Zivilpolizisten fotografiert und ihm anschließend vorgehalten. Hierbei stellte der Beamte eine deutliche Alkoholfahne fest. Die Entnahme einer Blutprobe und Sicherstellung des Führerscheines waren die Folge.




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