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Sommeruni-Redaktion, Teil 3: Offenherzig, mutig – internationale Studenten kommen in Rinteln gut an

969 Kilometer von Kendal bis zum Campus

Wie alle anderen nehmen sie an den Seminaren teil, übernachten im Campus-Hotel und suchen bei den hohen Temperaturen Abkühlung im Freibad. Unter all den deutschen Schülern fallen sie kaum auf, nicht zuletzt aufgrund ihrer guten Deutschkenntnisse.

veröffentlicht am 21.07.2010 um 17:47 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 21:21 Uhr

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Autor:

Markus Bagusche, JolinDiekmann und Friederike Krüger

Wie schon in den letzten Jahren nehmen auch an der diesjährigen Sommeruni insgesamt sechs Schüler aus Polen und England teil. Die aus Slawno und Kendal kommenden Jugendlichen haben durch die Städtepartnerschaft mit Rinteln die Möglichkeit bekommen, kostenfrei die Sommeruni in der Weserstadt zu besuchen.

Neben dem „Studium“ sind es vor allem die kulturelle Erfahrung und die Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse, die sie zu der einwöchigen Reise nach Rinteln bewegt habe, erklärt Ola Machlaj (18) aus Polen. Ganz fremd ist ihr Deutschland allerdings nicht, denn sie war schon einige Male zuvor im Land.

Zwar sei es für sie auch nach acht Jahren Deutschunterricht manchmal noch schwierig, den Dozenten und Kommilitonen zu folgen, erzählt Ola, insgesamt aber profitiere sie von diesem Austausch in großem Maße: Denn trotz der ein oder anderen Sprachbarriere habe sie schon viele Kontakte knüpfen können.

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Auch die jungen Studenten aus England fühlen sich „sehr wohl“ und schätzen besonders „die Freundlichkeit der Deutschen und das fantastische Wetter“, das sie aus ihrer Heimat nicht gewohnt seien, so Andrew Wilkinson. Der 18-Jährige wird im Herbst sein Deutschstudium beginnen.

Genau wie seine Freunde Daniel Crompton (17) und Daniel Plant (17) lernt er seit mehr als vier Jahren die deutsche Sprache. Für sie, erzählen die Jungen, sei es eine schöne Erfahrung, sieben Tage in einer deutschen Stadt verbringen zu können. Das hieße vor allem: sieben Tage Unileben, Sport und Freizeit. Und anders als in England dürften sie hier abends auch mal ein Bier in der Kneipe trinken.

Lediglich die „teils unbequeme Unterkunft“ in den Klassenräumen der Hildburgschule bemängeln die Engländer. Aufgrund all der anderen positiven Erfahrungen werden sie zurück in Kendal jedoch sicher für die nächste Sommeruni werben, sagt Andrew.

Auch die drei Studenten aus Slawno sind von der Sommeruni und deren Organisation begeistert. „Schade, dass es so wenige Ausländer hier gibt“, bedauert Klaudia Majchrzak. Auf der Sommeruni würde sich die 16-Jährige eine noch größere Vielfalt der Nationen wünschen.

Für die jungen deutschen Studenten ist die Anwesenheit ausländischer Teilnehmer eine große Bereicherung und Möglichkeit des Austauschs. Mitunter ist der Respekt, so ist zu hören, für den Mut der Fremdsprachler, an den Seminaren teilzunehmen, sehr groß.

Mittlerweile sind die sechs Jugendlichen unter den Sommeruni-Studenten schon zu kleinen Berühmtheiten geworden: offenherzig, neugierig und deswegen oft von vielen Menschen umringt.




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