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Spielhalle in Lauenau im Visier / Polizei ermittelt gegen drei junge Männer aus Messenkamp und Hannover

96-Jugendspieler planen Raubüberfall

Lauenau/Messenkamp. Die Polizei ermittelt derzeit gegen drei Spieler der U 19-Mannschaft von Hannover 96. Die jungen Männer im Alter von 18 und 19 Jahren sollen geplant haben, eine Spielhalle in Lauenau zu überfallen. Allerdings setzten sie ihr Vorhaben nicht in die Tat um – ob freiwillig oder nicht, das sollen die weiteren Ermittlungen klären. Die jungen Leute stammen aus Hannover und Messenkamp.

veröffentlicht am 08.02.2016 um 16:27 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:34 Uhr

Geplant war die Tat ersten Aussagen zufolge wohl für die Nacht auf Dienstag, 2. Februar. Aufmerksam wurde die Polizei allerdings erst am nächsten Vormittag auf die jungen Fußballer. Diese hatten ihr Auto nämlich in Hannover im absoluten Halteverbot abgestellt. So weit, so unverdächtig. Jedoch hatten sie auch noch zwei unterschiedliche Kennzeichen an ihrem Audi A 3 angebracht, was eine Streifenwagenbesatzung des Polizeikommissariats Hannover-Nordstadt zu einer Überprüfung veranlasste. Diese ergab, dass beide Kennzeichen in Lauenau von zwei Fahrzeugen gestohlen worden waren. Im Kofferraum des Audis fanden die Beamten schließlich eine Sturmhaube, Schals, Handschuhe und einen Schreckschussrevolver.

In jedem Fall müssen sich die jungen Männer nun wegen Kennzeichendiebstahls und Urkundenfälschung verantworten, da sie die gestohlenen Kennzeichen für ihr Auto benutzten. Außerdem wird ihnen versuchter Raub zur Last gelegt. Da diese Tat nicht umgesetzt wurde, sei nun zu klären, ob die drei freiwillig und in Gänze von ihrem Vorhaben abgerückt waren oder ob sie den Überfall tatsächlich durchziehen wollten und vor der Umsetzung nur gestört wurden oder Ähnliches, wie Gabriela Mielke, Sprecherin der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, auf Anfrage erklärte.

Die Annahme der Polizei, dass der Audi des Trios ebenfalls gestohlen war, bestätigte sich allerdings nicht. Bei dem Auto handelte es sich um den Wagen der Eltern eines der Beteiligten, den der junge Mann nur ausgeliehen hatte.

Die Spieler wurden wegen der laufenden Ermittlungen vom Verein vorerst gesperrt. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Bückeburg will demnächst eine Stellungnahme veröffentlichen. Hintergrund sollen Spielschulden der jungen Fußballer gewesen sein.

„Die Jungs haben eine Riesendummheit gemacht“, sagte Martin Bader, 96-Geschäftsführer Sport, gegenüber dieser Zeitung. „Es ist niemand zu Schaden gekommen, das ist das einzig Gute. Es entschuldigt aber nicht ansatzweise, was die Jungs vorhatten.“ Gott sei Dank seien sie rechtzeitig umgekehrt und nach Hause gefahren. „Sie haben auch sofort bei der Polizei alles zugegeben. Auch wir haben mit ihnen lange Gespräche geführt.“

Jens Rehhagel, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, will erst alle Beteiligten zu Wort kommen lassen – und dann gegebenenfalls Konsequenzen ziehen: „Wir werden uns bald mit den Jungs und ihren Eltern an einen Tisch setzen.“ Eine weitere Zukunft im Verein schloss er aber nicht aus.kle, haz




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