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Narrenpräsident Thum lobt: Wohl einmalig in ganz Norddeutschland

99 „Löwen“ machen Eindruck

Apelern. Zum Schluss hat es gebrannt: Traditionell lässt der Apelerner Karnevalsclub (AKC) eine hölzerne Narrenkappe am Aschermittwoch in Flammen aufgehen. Ein letztes Mal trafen sich dazu die Akteure. Doch für den Präsidenten Karl-Heinz Thum ist nach der Session zugleich vor der Session. Einige Gruppen üben das ganze Jahr über. Andere machen sich bereits früh Gedanken über das nächste Programm.

veröffentlicht am 27.02.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:22 Uhr

Thum weiß inzwischen, wo die örtliche Narretei noch besser werden könnte. Seitdem er auch Präsident des Landesverbands ist, sei er „viel herumgekommen“ und habe „Vergleiche ziehen können“. So seien die Darbietungen der Apelerner Show-Tanzgruppen kaum noch zu toppen: „Da müssen wir uns vor den großen Vereinen keineswegs verstecken.“ Handlungsbedarf bestehe höchstens bei den Büttenreden: „Kürzer, in Versform und eine Rückbesinnung auf das Karnevalistische“, möchte er mit den hiesigen Solisten verabreden. Gewinnen würden humorvolle Formulierungen auch durch Aktualität und Lokalkolorit.

Voll des Lobes ist Thum über den „Kraftakt“, den 13 Trainer und Betreuer mit 99 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen fünf und 14 Jahren bewirkt haben. Für den Jugendkarneval und eine der drei Prunksitzungen inszenierten sie Teile des Musicals „König der Löwen“. Allein für Kostüme und Schminke wurden rund 3400 Euro investiert, wobei sich die Eltern zu drei Vierteln beteiligten. Zahlreiche Mütter und Großmütter haben geholfen. So strickten zwölf Frauen 196 Pulswärmer und Stulpen, zwei Mütter übernahmen Näharbeiten. Das Schminken der jungen Akteure erforderte allein vier Stunden.

Thum glaubt, dass die Apelerner „Löwen“-Aufführung mit ihrem Aufwand „wohl einmalig für Norddeutschland“ gewesen sein dürfte.nah




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