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Zur Abschaffung der Brenntage

Ärgerlich

Aufatmen im wahrsten Sinne des Wortes können nun all jene, die mit schöner Regelmäßigkeit an den Brenntagen zum Telefon griffen und sich aufregten. Wobei die Befristung das Problem verschärfte: weil alle Gartenbesitzer am gleichen Tag zündelten und das Stadtgebiet einnebelten.

veröffentlicht am 08.03.2014 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:13 Uhr

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Minister Wenzel hat’s für die Grüne Klientel gerichtet, die seit Jahren gegen das Verbrennen von Gartenabfällen zu Felde zieht, wobei die stets zitierten Umweltgründe zweifelhaft sind: Beim Kompostieren werden wie beim Verbrennen Kohlendioxid und Feinstaub freigesetzt, hinzu kommen aufwendig zu entsorgende belastete Abwässer und gelegentlich giftige Sporen, die bei diesem Prozess freigesetzt werden können.

Da wirkt doch das Verbrennen auf eigener Scholle geradezu harmlos, zumal dieser Entsorgungsweg auch noch verhindert, dass der Gartenbesitzer ein ums andere Mal mit dem Hänger zur Grünannahmestelle fährt und dabei jede Menge Kohlendioxid und Stickoxide aus dem Auspuff bläst.

Was die Wenzelsche Entscheidung besonders ärgerlich macht: Viele Hobbygärtner in Rinteln hatten sich schon auf die Brenntage im April vorbereitet und über Monate Material zusammen getragen, das sie demnächst aufschichten und dann kontrolliert abbrennen wollten. Mit verlässlicher Politik hat das nichts zu tun und ist wieder einmal ein Beispiel dafür, wie das Land ideologisch motiviert in die kommunale Selbstverwaltung eingreift.

KOMMENtAR




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