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Initiatoren zufrieden: Fast jeder zwölfte Bückeburger hat mitgemacht

Über 1500 lassen sich typisieren – „Ein tolles Ergebnis für die Stadt“

Bückeburg (rc). Die Aktion „Bückeburg – eine Stadt lässt sich typisieren“ ist vorbei. Gestern zog der Initiativkreis um Jürgen Harmening, Angela Hagel, Rüdiger Maxin, Martin Brandt und Prof. Heinrich Bodenstein die Abschlussbilanz. Und die fiel – bis auf ein Loch auf dem Spendenkonto – durchweg positiv aus. Mit der in der vergangenen Woche abgeschlossenen letzten Aktion ließen sich insgesamt weit über 1500 Bückeburger typisieren – rund 7,5 Prozent der Einwohner. Nach den Erfahrungen der Deutschen Knochenmarkdatei gelten fünf Prozent schon als sehr hoch. Die DKMS: „Das ist nicht alltäglich.“ Und: 60 000 Euro flossen an Spenden auf das Bückeburger Konto.

veröffentlicht am 06.02.2009 um 18:04 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 10:41 Uhr

Vor allem Jürgen Harmening, selbst an Leukämie erkrankt und einer der treibenden Kräfte hinter der Aktion, bedankte sich denn auch im Namen aller: „Super-, supertoll! Allen Bürgern, Spendern, Unterstützern und Freiwilligen gilt unserer Dank.“ Als vor mehr als einem Jahr die Aktion aus der Taufe gehoben wurde, habe er optimistisch damit gerechnet, dass 500 Spender und 25 000 Euro an Spendengeldern zusammenkommen – beides habe sich verdreifacht. „Damit haben wir nicht gerechnet.“ Die Aktion habe eine Eigendynamik entwickelt, die viele mitgerissen und zum Mitmachen bewegt habe. Hier zeige sich, dass viele Bückeburger zusammengerückt sind und geholfen haben: „Das steht uns als Stadt gut zu Gesicht.“ Und noch ein positiver Aspekt: Nach den Beobachtungen des Initiativkreises haben sich sehr viele junge Menschen typisieren lassen: „Junge Menschen lassen sich motivieren.“

Und die Bückeburger retten mit ihrer Spendenbereitschaft Menschenleben: Eine Teilnehmerin der Aktion hat inzwischen eine Stammzellenübertragung hinter sich. Zwei weitere Bückeburger stehen kurz davor, als Stammzellenspender in Betracht zu kommen, haben bereits mehrere Screening-Stufen hinter sich, sodass sie für einen an Leukämie Erkrankten zum Lebensretter werden können.

Jetzt drückt den Initiativkreis nur noch ein Problem: Das Loch auf dem Spendenkonto. Weil sich so viele typisieren ließen – und die Krankenkassen die Typisierung nicht bezahlen – klafft auf dem Konto jetzt eine Lücke von 7500 Euro. Die DKMS würde zwar einspringen, so der Initiativkreis: „Wir haben aber den Ehrgeiz, dass wir mit unserer Aktion keine andere anzapfen wollen, sondern alles selbst bezahlen. Vielleicht findet sich noch der eine oder andere Geldspender“, so die Hoffnungen des Initiativkreises. Das Spendenkonto bleibt noch bis Ende des Monats geöffnet.

Konto-Nr. 321 910 200 bei der Sparkasse Schaumburg, BLZ 255 514 80. Begünstigter: DKMS.




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