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Kleinkind und Hund wie durch ein Wunder nur leicht verletzt / Reisebusgesellschaft entkommt dem Drama

A 2: Beifahrerin (31) bei Chaosunfall getötet

Bad Nenndorf/Bantorf (sim). Der vierte schwere Unfall auf der Autobahn 2 nahe der Abfahrt Bad Nenndorf binnen zwölf Tagen: Nachdem erst am Freitagmorgen zwischen Bantorf und Kolenfeld ein Auto von der Fahrbahn abgekommen war und sich überschlagen hatte, fuhren Freitagnacht gegen 23.20 Uhr nur wenige hundert Meter vor der Anschlussstelle Bad Nenndorf sieben Autos ineinander. Eine 31-jährige Beifahrerin ausDormagen wurde dabei getötet. Wie durch ein Wunder konnten ein sechs Monate altes Kleinkind und ein Hund mit nur leichten Verletzungen aus den Trümmern gerettet werden.

veröffentlicht am 14.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:26 Uhr

Zwei Pkw haben sich bei dem Chaosunfall auf der A 2 unter die Mi

Zwei Fahrzeuge waren nach einem Zusammenstoß mit einem BMW auf der Fahrbahn Richtung Berlin unter die Mittelleitplanke gerast und dort, nur wenige Zentimeter vom Gegenverkehr entfernt, aufgehalten worden. Der BMW wurde völlig zerstört und kam mitten auf der Fahrbahn zum Stehen, während ein VW Polo nach rechts in eine Hecke geschleudert wurde und dort stecken blieb. Weitere Fahrzeuge fuhren auf. Glück im Unglück hatten Reisende in einem polnischen Reisebus. Der Fahrer hatte dem Unfall gerade noch ausweichen können und war knapp fünf Meter vor einer beginnenden Leitplanke zum Stehen gekommen. Feuerwehrleute waren sich am Unfallort sicher, dass der Bus durch die Leitplanken angehoben und dann die fünf Meter tiefe Böschung hinuntergerutscht wäre - eine große Zahl von Verletzten wäre die Folge gewesen. Doch auch so hatten die Rettungskräfte alle Hände voll zu tun: In einem Fahrzeug unter der Leitplanke war eine Frau auf dem Beifahrersitz eingeklemmt und musste von der Feuerwehr herausgeschnitten werden. Trotz lang andauernder Wiederbelebungsversuche starb sie noch an der Unfallstelle. DreiÄrzte, fünf Rettungswagenbesatzungen und zahlreiche Feuerwehrleute aus Barsinghausen, Hohenbostel und Bantorf kümmerten sich um die drei schwer und vier leicht verletzten Personen. Außerdem betreuten sie mehrere unter Schock stehende Augenzeugen. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Hund kam ins Tierheim. Die Autos wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sichergestellt. Die Polizei hat umfangreiche Ermittlungen aufgenommen. Für Bergungsarbeiten war die Richtungsfahrbahn Berlin fünf Stunden gesperrt.

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