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110 000 Euro Sachschaden - keine Verletzten / Beteiligter Lkw-Fahrer setzt Fahrt fort / Polizei sucht Zeugen

A 2: Sattelzug mit Gefahrgut in Graben abgedrängt

Auetal (la). Gestern Morgen ist gegen 9.15 Uhr auf der Autobahn 2 kurz hinter derÖlberger Brücke ein Sattelzug mit Gefahrgut von der Fahrbahn abgedrängt worden, durch die rechte Schutzplanke gefahren und im Graben umgekippt. Die Polizei sucht nun nach einem Lkw-Fahrer, der seine Fahrt unbeirrt fortgesetzt hat.

veröffentlicht am 29.07.2008 um 00:00 Uhr

Bisherigen Erkenntnissen zufolge war der 52-Jährige mit seinem Sattelzug auf dem rechten Hauptfahrstreifen in Richtung Hannover unterwegs. Hinter ihm fuhr der bislang unbekannte 40-Tonner. Auf der mittleren Spur war ein 23-jähriger Mann aus Gronau mit seinem Renault Clio, auf dem linken Fahrstreifen, seitlich versetzt, eine 46-jährige Pkw-Fahrerin aus Dortmund unterwegs. Kurz hinter der Ölberger Brücke scherte der unbekannte Lkw-Fahrer auf den mittleren Fahrstreifen aus, offensichtlich ohne auf den rückwärtigen Verkehr zu achten. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, wich der Renault-Fahrer auf die linke Spur aus und kollidierte hier mit dem Fahrzeug der 46-Jährigen. Anschließend prallte der 23-Jährige mit seinem Auto gegen die Mittelschutzplanke, schleuderte zurück auf den Hauptfahrstreifen und prallte hier gegen den Sattelzug des 52-Jährigen. Beide kamen daraufhin nach rechts von der Fahrbahn ab, wobei der mit 24 Paketen Polymergranulat beladene Sattelzug im Graben auf die rechte Seite kippte. Da zunächst nicht bekannt war, um welches Gefahrgut es sich handelte, wurden die Feuerwehren in Luhden, Buchholz und Bad Eilsen alarmiert. Durch ein Telefongespräch mit der holländischen Herstellerfirma des Polymergranulates konnte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Hartmut Krause, klären, dass durch die hohe Selbstentzündungstemperatur des Stoffs keine unmittelbare Gefährdung bestand. Zur Stelle war auch Hans-Jürgen Döring von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises, um zu klären, wie das zum Teil ausgetretene Granulat nach der Bergung des Sattelzuges entsorgt werden konnte. Bei dem Unfall gab es keine Verletzten. Es entstand Sachschaden in Höhe von rund 110 000 Euro. Der rechte und mittlere Fahrstreifen der A 2 Richtung Hannover war bis in die Abendstunden voll gesperrt, da die Bergung so lange dauerte. Es gab einen Rückstau von rund fünf Kilometern Länge. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zum Unfallgeschehen, insbesondere zu dem 40-Tonner machen können, sich unter (0511) 109-8930 mit der Autobahnpolizei in Verbindung zu setzen.




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