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Eingang und Umkleiden des Bergbads werden verlegt – Bäder GmbH investiert 400 000 Euro

Ab 1. Mai 2013 wird 80 Meter weiter bezahlt

Bückeburg (rc). Der Eingangsbereich des Bergbades wird verlegt – etwa 80 Meter die Birkenallee hoch, dort, wo früher das Planschbecken war. Baubeginn ist am 16. August, damit alles rechtzeitig mit dem Saisonbeginn am 1. Mai 2013 fertig ist. 400 000 Euro investiert die Bäder GmbH in neue Kassen, Kiosk, Umkleiden, Duschen, Toiletten und Wechselkabine. Eigenfinanziert, wie Geschäftsführer Reiner Wilharm während eines Pressegesprächs betonte: „Und falls wir in der kommenden Saison die Eintrittspreise erhöhen sollten, hängt das damit zusammen, dass sie seit 2008 nicht mehr erhöht worden sind.“

veröffentlicht am 09.08.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 22:21 Uhr

Die Verlegung des Eingangs hat zwei Gründe, wie neben Wilharm noch die Schwimmmeister Erik Rechenberg und Ralph Seele sowie Architekt John Roper aus Bückeburg erläuterten: Zum einen wird das Bergbad damit behindertengerecht und ist auch für Familien mit Kinder- oder Bollerwagen besser zugänglich. Zum anderen ist der jetzige Kassen- und Umkleidebereich so sanierungsbedürftig, dass auch hier erhebliche Investitionen angefallen wären. Und: „Der Unterhalt des neuen Gebäudes wird deutlich kostengünstiger“, so Wilharm.

Auf dem Plateau oberhalb des alten Eingangsbereichs werden drei Gebäude entstehen, die einen Innenhof bilden, der mit einem 150 Quadratmeter großen Dach überdacht wird, das bei Regen Schutz für die Schwimmbadbesucher bieten wird. Wenn der Badbesucher die Birkenallee hinaufgeht, öffnet sich von unten der Blick auf ein Gebäude mit dem neuen Kassenbereich, in dem noch ein Kiosk, ein großer Gruppenraum, zwei kleinere Umkleiden, ein Büro und Toiletten untergebracht sind. Im zweiten Gebäude, dass etwas zurückversetzt rechts vom Kassengebäude gebaut wird, ist – bei Großandrang – eine zweite Kasse untergebracht. Dazu kommen Duschen und Umkleiden für Männlein und Weiblein sowie sanitäre Anlagen auch für Behinderte. Im dritten Gebäude, das zurückversetzt Richtung Nichtschwimmerbecken steht, sind Spinde und acht Wechselkabinen untergebracht. Die Gebäude werden in rot verklinkert und erhalten leicht geneigte Flachdächer.

„Eine puristische, moderne Gestaltung, die auch in 20 Jahren noch funktioniert“, umriss John Roper seinen Entwurf. Der Kassenbereich wird zum Beispiel großzügig verglast. Innen bestimmen klare, schlichte Linien das Bild, Fliesen und Sanitärobjekte werden in braun-beigen Tönen gehalten. „Das Ganze erinnert an einen Wellness-Bereich und wird dem Gesamtbild des Bergbades gerechter“, so Geschäftsführer Wilharm: „Unsere Besucher sollen sich noch wohler fühlen in einem modernen Bad.“

An der Stelle, wo Erik Rechenberg (v.l.), Reiner Wilharm, John Roper und Ralph Seele die Pläne präsentierten, wird künftig der Innenhof des neuen Eingangs des Bergbads sein. Foto: rc

Wie das Quartett ausführte, wird das Bergbad nach dem Neubau behindertengerecht sein. Rollstuhlfahrer können beide Becken erreichen, ohne mühsame Umwege in Kauf nehmen zu müssen. Auch für Eltern mit Kinderwagen wird der Besuch des Bergbades deutlich erleichtert. Sie müssen keine sperrigen Kinderwagen mehr die Treppe gleich nach dem heutigen Kassenbereich hinunterschleppen.Die Bäder GmbH kommt mit der Umsetzung einer EU-Richtlinie zuvor, die ab 2015 den behindertengerechten Zugang vorschreibt.

Nach dem erfolgten Neubau werden der alte Kassenbereich sowie die alten Umkleiden und Sanitärräume unterhalb der Treppe abgerissen und zurückgebaut. Geplant ist, dass dort die DLRG Bückeburg ein eigenes Schulungs- und Ausbildungszentrum mit einer Fahrzeughalle baut. Pläne dafür wurden bereits auf der letzten Jahreshauptversammlung erörtert (wir berichteten).

Mit dem Baubeginn am 16. August müssen die Bergbadbesucher ein paar Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Rollstuhlfahrer können bis zum Saisonabschluss – voraussichtlich am 16. September – überhaupt nicht mehr ins Bad. Das Baugelände wird mit einem Bauzaun eingezäunt. Durch die Baggerarbeiten und an- und abfahrende Lkw kann es zu Lärmbelästigungen kommen. „Wir bitten um Verständnis. Aber wenn wir jetzt nicht anfangen, schaffen wir das ohnehin ambitionierte Ziel 1. Mai 2013 nicht.“




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