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Ab sofort wird geschreddert

Nienstädt (bes). Der Rat der Samtgemeinde Nienstädt hat während seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass die Bürger ihr Schreddergut in Zukunft in Nienstädt in der Nienstädter Mülldeponie und in Wiehagen abliefern können. Die Entsorgung übernimmt die Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS), die anfallenden Kosten die Samtgemeinde.

veröffentlicht am 04.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 16:42 Uhr

Für die Bürger ist das Entsorgen kostenlos. Pro Kubikmeter werden der Kommune für in Wiehagen abgeladenen Abfall zwei und für in Nienstädt abgeladenen Grünschnitt 2,50 Euro berechnet. Die Mehrkosten an der ehemaligen Deponie begründet die AWS nach Angaben von Samtgemeindebürgermeister Rolf Harmening damit, dass die geschredderten Grünabfälle von Nienstädt nach Wiehagen transportiert werden müssen, um sie dort weiterzuverarbeiten.

Die Anlieferung des Schreddergutes sei im Frühjahr und Herbst am Freitagnachmittag und Sonnabendmorgen möglich, so Harmening. Um Missbrauch vorzubeugen, werden die Schredderplätze nach Angaben des Samtgemeindebürgermeisters von Mitarbeitern der AWS beaufsichtigt. Diese kontrollieren, ob die jeweilige Person in der Samtgemeinde wohnt und die angelieferten Gartenabfälle auch zu schreddern sind.

Das Projekt ist auf ein Jahr angelegt. Der Samtgemeinderat will nach Ablauf dieser Zeit die Kosten kontrollieren und dann entscheiden, ob das Angebot für die Bürger verlängert wird.

Der Entscheidung waren eine kurze Debatte zwischen den Ratsmitgliedern von SPD, CDU und den Grünen vorangegangen. Zahlreiche SPD-Ratsmitglieder und Grünen-Ratsherr Friedrich Deventer hatten sich für die Ablieferung des Schredderguts und gegen die Wiedereinführung der Brenntage ausgesprochen. „Es kann nicht sein, dass 60 Bürger Tausenden anderen die Luft verpesten“, hatte Deventer deutlich gemacht.

Trotz dieser eindeutigen Aussagen hatte die CDU-Ratsfrau Petra Ritter einen zweiten Antrag zur Abstimmung gestellt. Die Bürger sollten im Frühjahr und Herbst an jeweils einem Tag die Gelegenheit haben, ihr Schreddergut verbrennen zu können. Sie hatte dabei auf die Praxis der Samtgemeinde Niedernwöhren verwiesen, wo die Brenntage trotz mehrerer Schredderplätze noch existieren.

Für den Antrag Ritters sprachen sich letztendlich nur vier Ratsmitglieder aus, während der von Harmening sowie der SPD und den Grünen favorisierte Antrag mit 16 zu vier Stimmen angenommen wurde.




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