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Tatort Herrentrakt der Sporthalle Luhden / Gemeinde stellt Strafanzeige / Einbruch in den Bauhof

Abgebrüht: Dreister Dieb klaut Duschköpfe

Luhden (tw). Es gibt Zeitgenossen, vor denen ist offenbar gar nichts sicher. Diese Erfahrung hat jetzt die Gemeinde Luhden machen müssen. Konkret: Aus der Herrendusche der Sporthalle Luhden hat ein Unbekannter zwei Duschköpfe (!) gestohlen. Eine Mitteilung, die Heinz Wischnat dem Rat während seiner jüngsten Zusammenkunft am Lindenbrink machte. Er will bei der Polizei umgehend Strafanzeige stellen.

veröffentlicht am 01.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:22 Uhr

Der Gemeindedirektor: "Erst am 21. Juni hatte der Bauausschuss die Sporthalle besichtigt und dabei auch die Herrenduschen soweit für ,in Ordnung' befunden. Am 13. Juli lag den Gemeindearbeitern dann ein Zettel der Putzfrau vor, die den Diebstahl von zwei Duschköpfen meldete." Erst unlängst hatte sie die Gemeinde als Ersatz für zwei defekte Armaturen montiert; einer dieser Duschköpfe ist besonders sparsam im Verbrauch. "Der Diebstahl", so Wischnat kopfschüttelnd vor dem Rat, "erinnert mich an Zustände wie in der früheren DDR, wo sich viele Bürger gleichfalls ohne Unrechtsbewusstsein an öffentlichem Eigentum vergriffen haben". Allerdings ist nach Dafürhalten des Gemeindedirektors noch eine zweite Interpretation möglich: "Vielleicht will der Täter damit aber auch erzwingen, dass wir alle Armaturen in der Herrendusche austauschen ..." Wie auch immer. Der Täter könne nur unter den Nutzern der Sporthalle sein, denn die sei außerhalb der Trainingszeiten verschlossen und nicht - wie etwa ein Bahnhof - öffentlich zugänglich. Wischnat auf die Frage von SPD-Fraktionschef Heiner Hoppe, welche Gruppen denn die Halle im fraglichen Zeitraum genutzt hätten: "Das geht aus dem Belegungsplan hervor. In den drei Wochen, die zwischen dem Ortstermin des Bauausschusses und der Entdeckung des Diebstahls durch die Putzfrau verstrichen sind, sind allerdings so gut wie alle drin gewesen." Für Ersatz indes will der Gemeindedirektor nicht sorgen: "Wir lassen das jetzt so. Es gibt ja noch ein paar funktionstüchtige Duschen. Dann muss eben angestanden werden ..." Kommt hinzu: Der Duschkopf-Klau war nicht die einzige Straftat in der jüngsten Zeit. Wie Wischnat dem Rat weiter mitteilte, hat es auch einen Einbruch in den Bauhof an der Kalkofenstraße gegeben. Auch in diesem Fall hat die Gemeinde Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Zwar sei weder der Unimog noch die Motorsense entwendet worden, dafür aber "alle möglichen wertvollen Geräte". Die Ermittlungen der Polizei hätten ergeben, dass die Täter Handschuhe getragen haben müssen; jedenfalls gebe es an Tür und Fenster keine Fingerspuren. Für einige Dinge sei bereits Ersatz beschafft worden - leider erhalte die Gemeinde von der Versicherung nur den Zeitwert ersetzt. Polizeipressesprecher Bernd Tünnermann auf Nachfrage der Landes-Zeitung: "Der Einbruch erfolgte in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli. Die Täter versuchten zunächst, das Rolltor aufzustemmen, welches sie dabei erheblich beschädigten." An einem Fenster hatten sie mehr "Glück". Laut Tünnermann verschafften sich die Einbrecher über den dahinter liegenden Aufenthaltsraum Zugang zu den anderen Räumen des Gebäudes. "Gestohlen wurden Bohrmaschinen, Stichsägen, Heckenscheren und ein Werkzeugkoffer", so der Polizeisprecher. Allerdings sei diese Liste noch unvollständig. Auf Anregung von Hoppe will die Verwaltung bei den Beratungen für den Wirtschaftsplan 2007 Geld bereit stellen, um den Bauhof künftig auch elektronisch sichern zu können. Entsprechende Melder gibt es am Eilser Rathaus, an der Grundschule und am Kindergarten Heeßen. "Seitdem", so Wischnat, "herrscht dort in Sachen Einbruchdiebstahl Ruhe".




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