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Bühnensommer mit drei Musikformationen und Seifenblasenkünstler „Rinaldo“

Action auf der Bühne, Sonne im Rücken

BÜCKEBURG. Der Bückeburger Bühnensommer kehrt zurück. Auftakt der vom Kulturausschuss des Stadtrates in Kooperation mit Stadtmarketing und Ratskeller-Gastronomie auf dem Marktplatz organisierten Freiluftreihe ist in diesem Jahr am Mittwoch, 11. Juli.

veröffentlicht am 06.07.2018 um 14:09 Uhr
aktualisiert am 06.07.2018 um 15:15 Uhr

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Autor

Herbert Busch Reporter
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Als weitere Termine nannten Albert Brüggemann (Vorsitzender Kulturausschuss), Jennifer Mohme-Xhata (Wirtin Ratskeller und Hofapotheke) und Mareike Iselt (Stadtmarketing) während der Vorstellung des Programms den 18. und den 25. Juli. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr.

„Action auf der Bühne, Bierglas in der Hand und Sonne im Rücken“, nannte Brüggemann als wünschenswerte prägende Bestandteile der jetzt zum siebten Mal auf die Beine gestellten Reihe. Flankiert von Bierwagen und Bratwurststand könne das Publikum auf dem mit Bierzeltgarnituren möblierten Marktplatz jeweils rund zwei Stunden lang abwechslungsreiche Darbietungen genießen. Mohme-Xhata wies darauf hin, dass an den Bühnensommer-Tagen auch der sonst mittwochs geschlossene Ratskeller seine Türen öffnen wird. Iselt erinnerte an die bei unpassender Witterung in den Sälen des Rathauses zur Verfügung stehenden Ausweichmöglichkeiten.

Das kostenlos zu genießende Programm eröffnet in diesem Jahr die Formation „Kota Brass“. In der im Weserbergland beheimateten Blaskapelle spielen sieben Musiker zumeist Coverversionen aus Rock, Pop, Jazz und Volksmusik. „Ihr charmanter Mix und der Spaß der Interpreten an der Musik übertragen sich schnell auf die Zuhörer“, erläuterte Brüggemann.

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Der Bandname nimmt mit der Bezeichnung „Kota“ Bezug auf kreisrunde skandinavische Holzgartenhäuser mit einer offenen Feuerstelle in der Mitte. In einer solchen Hütte entstand 2014 die Idee des gemeinsamen Musizierens. Eric Martin, Henning Brautlecht, Markus Himstedt (alle Trompete), Sascha Anderten (Baritonhorn), Stephan Anderten, Carsten Sempf (beide Posaune) und Gerrit Eckhardt (Kontrabasstuba) verfügen alle über langjährige Bühnenerfahrung. Mit „Kota Brass“ gehen sie neue Wege, bauen ungewöhnliche Instrumente in ihr Spiel ein oder singen und tanzen wie es ihnen gerade gefällt.

Am zweiten Mittwoch steht zunächst der Clown und Seifenblasenkünstler „Rinaldo“ auf der Bühne. „Träumen, lachen, staunen“, lautet das Motto des Spaßmachers. „Bei ihm kann man nicht nur virtuose Kunststücke bewundern, sondern auch erleben, wie er sie erfindet und was er dabei empfindet“, ließ Brüggemann wissen. „Rinaldo“, der in einer seltenen Mischung aus Schüchternheit und Größenwahn daherkomme, lache mit seinen Gästen, aber niemals über sie.

Im Anschluss stellen „Route 66“ Rock- und Blues-Oldies vor. Das Repertoire des Quintetts umfasst überwiegend Genreklassiker aus den 1950er bis 1980er Jahren. Die Geschichte der Band um Bassmann Thorwald Hey reicht bis in die 1960er Jahre zurück. Heute gehören außer Heys damaligen Weggefährten Bernd Hofmeister (Gitarre, Gesang) und Ralf Schroeter (Keyboards) Albrecht „Guitar“ Bartels (Gitarre) und Daniel Hey am Schlagzeug zur Stammbesetzung. Der aktuelle Spielplan greift auf Stücke zurück, die früher aus keiner Hitparade wegzudenken waren. „Around and Around“, „Day Tripper“ und „I Feel Fine“ gehören ebenso dazu wie „Going Up The Country“ und „The Breeze“.

Zum Ausklang präsentiert „Filou“ eine leicht französisch angehauchte Melange unbeschwerter Klänge. Dem von Udo Schatz (Gesang, Saxophon, Keyboard, Akkordeon), Peter Burrack (Kontrabass) und Roland Reuter (Schlagzeug) gebildeten Trio hatte vor Jahresfrist Sturmtief „Elvira“ einen temperamentvollen Strich durch die Rechnung gemacht. Heftige Regengüsse und kräftige Sturmböen ließen das Publikum Schutz unter den Rathausarkaden und im Eingangsbereich des extra geöffneten Rathaussaales suchen und führten zu einem vorzeitigen Abbruch des Konzerts.

Jetzt hoffen Iselt, Mohme-Xhata und Brüggemann auf bessere Witterungsvoraussetzungen als seinerzeit und freuen sich auf kurzweilige Titel wie „Just a Gigolo“, „Ipanema“, „Kein Schwein ruft mich an“, „Wild Cat Blues“ und „Ohne Krimi geht die Mimmi nie ins Bett.“ Die Musiker gelten als Spezialisten für die Stilrichtungen Bossa Nova, französische Musette und argentinischer Tango sowie Schlager und Swing der 1950er und 1960er Jahre.




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