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Schülerführungen am „Tag der offenen Tür“ stoßen auf besonders großes Interesse

Adolfinum im Zeichen der Zukunft

BÜCKEBURG. Alle reden von Digitalisierung und Elektromobilität. Beim „Tag der offenen Tür“ im Adolfinum konnten die Kinder aus den Grundschulen bei Informatikerin Maren Wunnenberg selbst ausprobieren, wohin die Reise geht.

veröffentlicht am 08.03.2018 um 14:42 Uhr
aktualisiert am 08.03.2018 um 16:00 Uhr

Moritz Frank als waschechter Franzose: „Bienvenu! Bon appétit.“ Foto: vhs

Autor:

Volkmar Heuer-Strathmann
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Legomobilität ist das Stichwort, es wird programmiert und einfach mal ausprobiert. Kleine Karambolagen gehören dabei noch zu den Kinderkrankheiten der Technologie. Über die ethische Dimension von Verantwortung und Haftung angesichts solcher Fortbewegungsarten kann später in Fächern wie „Werte und Normen“ oder Philosophie, dem neuen Prüfungsfach am Adolfinum, bei Lara Langer oder Ulrich Reuter diskutiert werden. Politik-Wirtschaft schaut mit nüchternem Blick auf Hightech und internationale Sicherheit, das zeigte die kleine Ausstellung, die Tatjana Kaouane und Oliver Renner präsentierten. Eine erste Drohne der Schule blieb an diesem Tag allerdings noch unter Verschluss.

Für kurze Zeit war auch die Tür der Franzosen um Christoph Rohlfing und Ingrid Eggers verschlossen. Der Andrang war einfach zu groß. Das dürfte auch am „Franzmann“ Moritz Frank und seinem knusprigen Baguette gelegen haben. Bei den Lateinern war derweil zu sehen, dass die Trauben gar nicht so hoch hängen müssen. Einen solchen Vorgeschmack auf ein Fach, wie ihn Annette Dammeier und ihre Kollegen boten, den lässt man sich gefallen. Wenn es dann in allen Fächern ab 9. August um Bildung geht im Sinne der Curricula, sollen es natürlich nicht mehr nur Häppchen sein, die gereicht werden, oder eben Tapas, wie bei Gabi Hundrieser und ihren Spaniern. Überall wurde Gastfreundschaft großgeschrieben. Das eingängige Lied des Vorchores mochte noch nachhallen: „Ohne Freunde geht es nicht.“

Gemeinsam mit der erstaunlich souverän auftretenden Musik-Klasse 5.1 von Agnes Bergmann-Thiel hatten Tobias Kästner und seine jungen Sängerinnen die Gäste im Forum beherzt auf den Tag eingestimmt und auf das, was wichtiger ist als jede auf die Kinder zukommende Lernzielkontrolle: die Freude am Leben und die Lust auf Kreativität und Gemeinschaft. Die Abiturientinnen Doga Karnat und Sarah Lücke zeigten mit einer kleinen Einlage aus einer Feenschule, was im Fach „Darstellendes Spiel“ oder in einer Theater-AG so gespielt wird. Mit neugierigen Augen wurden die neuen Leitungsteams des nächsten 5. Jahrgangs betrachtet. Dass es dabei gleich zweimal zu weiblichen Doppelbesetzungen kommt, liegt, so Koordinatorin Cornelia Kastning, allein an der derzeitigen Personalsituation. Klassenlehrerinnen wie Mareike Warner bringen durch ihre derzeitige Abordnung dann im Sommer schon eine gewisse Erfahrung mit Grundschülern mit.

„Wir kümmern uns um euch“, versprachen die Schülersprecher im Forum und ließen gleich Taten folgen. Wer könnte schließlich eine Schule besser vorstellen als die Schüler? Also machten sich Maximilian Röbke, Lilian Viezens, Alexandra Walter und Nikita Schewtschenko gemeinsam mit Kindern und Eltern auf den Weg durch das große Haus. Sonderangebote warteten in der Turnhalle und im Ganztagsbereich auf die Gäste. Grundschüler wie Jakob Lück kennen das Adolfinum bereits vom Experimentiertag für Viertklässler. Da reichte der Handzettel mit mehr als zwanzig Angeboten, um diesen Markt der Möglichkeiten wagemutig mit ein paar Kumpels zu erkunden, von den Ruderern im Forum mit ihrem Ergometer bis zu den Chemikern im Anbau mit ihren Experimenten. Zukunftsmusik kündigte sich an, als die ersten Interessenten für die neue Musikklasse der neuen Kollegin Annika Maiwald zum Schnuppern in die Musikräume kamen.




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