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Bürgermeister lobt "exzellente Arbeit" der Organisatoren / Obernkirchens Kirchplatz rappelvoll

Adventsmarkt 2006 toppt alle Erwartungen

Obernkirchen (sig). Wer sich so viel Mühe macht wie die Organisatoren des Adventsmarktes, der hat auch gutes Wetter verdient. Und so war es denn auch: Zur vorweihnachtlichen Traditionsveranstaltung in der Bergstadt gestern schien die Sonne; erst am Abend kam leichter Nieselregen auf.

veröffentlicht am 04.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:20 Uhr

Rolf-Bernd de Groot und sein Team haben Obernkirchens Adventsmarkt vor dem drohenden Dornröschenschlaf bewahrt. Mit der Verdopplung von Ständen ist eine Entwicklung eingetreten, die niemand vorher erwartet hätte. Diese Veranstaltung hat damit eine Vorzeigerolle im Schaumburger Land bekommen. Sie ist zu gut für nur einen Tag und dürfte wohl in absehbarer Zeit auf ein Wochenende ausgedehnt werden. Vielleicht muss man sich in den kommenden Jahren daran gewöhnen, dass Anfang Dezember noch keine Schneeflocken in Sicht sind. Das sollte der festlichen Atmosphäre aber keinen Abbruch tun. Vor allem mit dem Einsetzen der Dämmerung und dem Aufflammen der Lampen und vielen Birnen, die den Kirchplatz in ein magisches Licht hüllen, stieg die Stimmung. Wie immer eindrucksvoll war derökumenische Gottesdienst in der Stiftskirche. Er ging der offiziellen Eröffnung durch Bürgermeister Horst Sassenberg voraus und wurde vom Chor des Obernkirchener Männergesangvereins und von Regina Ackmann an der Orgel musikalisch bereichert. Diesmal trat sogar ein seelsorgerisches Quintett in Aktion: die Pastoren Wilhelm Meinberg, Herbert Schwiegk, Norbert Mauerhof, Dr. Hermann Müntinga und erstmals der neue Superintendent Andreas Kühne-Glaser vom Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg. An der obersten Stufe zum Altarraum stand die von Walter Meyer aus Obernkirchen geschmiedete Weltkugel, 180 Zentimeter hoch. "Unser Adventsmarkt hat deutlich an Attraktivität gewonnen", stellte Bürgermeister Horst Sassenberg fest, der pünktlich um 13 Uhr auf der Treppe des Berg- und Stadtmuseums die Eröffnung vornahm. Sein Lob galt vor allem Rolf-Bernd de Groot und dessen Organisationsteam für deren "exzellente Arbeit". Anschließend begab sich Sassenberg zum Trafohäuschen. Dort befand sich auf einem steinernen Tisch ein Adventskranz mit vier windgeschützten Kerzen, für den Manuela Schneider gesorgt hat. Gemeinsam zündeten sie die erste Kerze an. Ein paar Schritte weiter präsentierte sich im Trafohäuschen das "team obernkirchen", das bei der Organisation mitgewirkt hat. Hier gab es die limitierte Ausgabe von Tassen mit weihnachtlichen Motiven des Malers Friedrich Möller-Bornemann. Der Förderverein des Sonnenbrinkbades brachte für 2,50 Euro die ersten Wettscheine für die beliebte Obernkirchener Eiswette in Umlauf. Das Obernkirchener Schulzentrum bot allerlei Bastelarbeiten sowie selbst gebackene Kekse an. Der Erlös ist für den Patenort Koumaye im Tschad gedacht. Die 1. Vorsitzende des Schulfördervereins, Monika Schaper, steuerte zu diesem Projekt ebenfalls einiges bei. Sie verkaufte mit ihrer Tochter Angie Erzeugnisse der von ihr in der Schule geleiteten Floristik-AG. Ganz auf Gesundheit bedacht war der Kneipp-Verein. Er braute aus dem frischen Saft vonÄpfeln, Apfelsinen und Zitronen zusammen mit weihnachtlichen Gewürzen einen Wellnesspunsch als Vitaminbombe. Der Obernkirchener Verein für Wirtschaftsförderung präsentierte sich in einem Holzhaus, das Mitarbeiter der Schaumburger Beschäftigungs-Gesellschaft hergestellt hatten. Auch die beidengroßen Parteien der Stadt, die im neuen Rat gemeinsam die Mehrheit bilden, waren mit von der Partie. Beim SPD-Stadtverband bruzzelte heiße Grütze in der Pfanne, bei den Kollegen von der CDU gab es Fischbrötchen. Die Kolpingfamilie konzentrierte sich auf den Absatz von "preisgerechten" Kaffeesorten, um damit Menschen in armen Ländern zu unterstützen. Und die Westerntanzgruppe "Petticoats& Cowboys" lud die Kinder zum Basteln von Adventsgestecken und Papiersternen ein. Es war diesmal so viel los auf dem Adventsmarkt, dass es fast ein wenig schwierig wurde, sich auf das umfangreiche Rahmenprogramm zu konzentrieren. Das wurde bestritten vom Vehlener Posaunenchor, der Theater-AG, dem Chor und einer Jazztanzgruppe des Schulzentrums sowie einem Kinderchor der Krainhäger Westerntänzer. Zwischendurch kam der Mann mit dem weißen Rauschebart und brachte den Kindern Geschenke.

3 Bilder
Bürgermeister Horst Sassenberg und Manuela Schneider zünden gemeinsam die erste Kerze am Adventskranz an.



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