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Johanna Greenslade und Anne Ewen sammeln Auslandserfahrung

Als „Boarding Assistants“ in England

Bückeburg. „Einmal sollte ich mich um Läuse kümmern“, erzählt Anne Ewen von ihrer Zeit an der Stonyhurst St. Mary’s Hall in Clitheroe. Die Nicht-Zuständigkeit sei aber schnell geklärt worden, natürlich auf Englisch. Insgesamt ist sie begeistert von den ersten acht Monaten in England: „Absolut empfehlenswert!“ Ihre Freundin Johanna Greenslade, die nach dem Abitur am Adolfinum im Sommer 2014 ebenfalls Richtung Insel aufgebrochen ist, um in Bruton an der Sexey’s School Erfahrungen zu sammeln, sieht die Sache nicht anders: „Super Erfahrungen!“

veröffentlicht am 09.04.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:22 Uhr

Die beiden ehemaligen Adolfinerinnen hatten schon an der Schule einen deutlichen Schwerpunkt im Bereich Sprachen, Anne ist „Latinistin“, Johanna „Französin“, beide haben die Fächer Englisch und Spanisch mit Erfolg absolviert und im Leistungskurs Deutsch war ihnen der Pflichtteil oft eher zu wenig. Im Rückblick sagen sie: „Das Fundament für unsere Arbeit im Ausland wurde in der Schule gelegt.“ Und das Interesse dürfte auch dort gewachsen sein. Besondere Bedeutung hatten dabei außerunterrichtliche Aktivitäten, etwa ein Wettbewerb in Englisch oder das DELF-Zertifikat in Französisch. Außerdem war Johanna als Schülerin schon ein halbes Jahr in Frankreich.

Als Boarding Assistants haben sie in England mit allen Angelegenheiten zu tun, die im Internatsleben im Alltag anfallen. Anne erinnert die Grundschülerinnen in ihrem Trakt auch schon mal ans Zähneputzen, Johannas „Day Pupils“ sind älter, da fallen andere Aufgaben an, manchmal nur die Aufsicht.

„Höflich und stilvoll, aber dabei locker“

Das Leben in einer WG mit „Assistants“ aus anderen Ländern hat Johanna gezeigt, wie wichtig es ist, dass man offen und authentisch ist, wenn man auf recht engem Raum zusammenlebt. Im Unterricht stehen die beiden als Helferinnen zur Verfügung und machen dabei erste Unterrichtserfahrungen, in Teilgruppen etwa bei Übungen im Fach Deutsch oder bei der praktischen Arbeit in Kunst. Und die Verständigung im Alltag, beim Shoppen? „No problem!“ Die Freundinnen sind sich einig: „Man ist höflicher als in Deutschland, stilvoller und dabei doch locker!“

Was ihre Berufspläne anbelangt, werden Anne und Johanna wohl verschiedene Wege gehen. Johanna strebt ein Dolmetscher-Studium an, dabei soll all das nicht zu kurz kommen, was Land und Leute ausmacht in den Ländern, in denen „ihre Sprachen“ gesprochen werden. Anne zieht es zum Höheren Lehramt. Ihre Fähigkeiten öffnen die Türen zu ganz verschiedenen Fächern. Dass die Kleingruppen in England Idealbedingungen bieten, weiß sie. Freud und Leid des Lehrerinnenlebens sind ihr von zu Hause nicht ganz fremd.

Organisiert und begleitet wird das Auslandsjahr von der privat geführten „Gudrun Frey Stiftung“ in Jena. Man betreut dort neben dem Schwerpunkt Großbritannien außerdem Schulen in Südafrika und Thailand. Nach Jena gehen auch jene Berichte aus Bruton und Clitheroe, in denen die Erfahrungen der beiden Bückeburgerinnen dokumentiert werden. Unschätzbarer Vorteil: Beim nächsten Vorbereitungslehrgang profitiert die nächste Gruppe davon.vhs




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