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Jubilarin bei Landfrauen

Als Landfrau jung geblieben

LAUENSTEIN. Frauen vom Land, die mal etwas anderes sehen und sich mit Gleichgesinnten austauschen wollten, seien damals Mitglied in den Landfrauenvereinen geworden. „Das war so, und das war gut so, und außerdem gab es kaum etwas anderes“, erinnert sich Ilsemarie Bokelmann.

veröffentlicht am 02.11.2017 um 17:25 Uhr

Stolte Christiane

Autor

Reporterin

Die mittlerweile 91-Jährige hatte 1947 den Landfrauenverein Coppenbrügge mitgegründet, und noch immer hält sie dem Verein die Treue und nimmt an den Veranstaltungen teil. Sie fühle sich sehr wohl in der Gemeinschaft.

Dass sich die Vereinsstrukturen gewandelt haben, mache ihr nichts aus. Was zähle, sei das gute Miteinander. Kamen die Vereinsmitglieder damals nahezu alle aus der Landwirtschaft, gehören sie heute allen möglichen Berufen an. Die bunte Mischung bringe Abwechslung in das Vereinsleben. „Wir Landfrauen sind eine harmonische Gemeinschaft“, betonte Ilsemarie Bokelmann während der Feier zum 70-jährigen Bestehen des Landfrauenvereins Coppenbrügge im Okal-Café, die musikalisch gestaltet wurde von der Musikgruppe „Schöne und Tegen“.

Der Coppenbrügger Verein war im November 1947 mit 25 Landfrauen gegründet worden – basierend auf der Landfrauenbewegung, die bereits 1898 mit der Gründung des ersten Landfrauenvereins, dem „Landwirtschaftlichen Hausfrauenverein“ im ostpreußischen Rastenburg durch die Gutsfrau Elisabeth Boehm ihren Lauf genommen hatte.

Gründungsmitglied Ilsemarie Bokelmann (re.) erhält Blumen von Elisabeth Nagel. FOTO: sto

Zur ersten Vorsitzenden des Landfrauenvereins Coppenbrügge war bei der Gründung Ilse Falke aus Coppenbrügge gewählt worden. Sie führte den Verein bis 1970. Ihr folgten Marlies Lücke aus Coppenbrügge, dann Marianne Nagel aus Coppenbrügge und 1996 Elisabeth Nagel aus Marienau, die den Verein bis heute führt. „In den 70 Jahren hatte der Verein nur vier Vorsitzende. Das ist der beste Beweis für Kontinuität“, betonte Doris-Ahlswede-Meyer in ihrem Grußwort. Sie ist die Vorsitzende des Kreisverbands der Landfrauenvereine Hameln-Pyrmont.

Zu den zahlreichen Gratulanten gehörten unter anderem auch Kreislandwirt Karl-Friedrich Meyer, Coppenbrügges Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Pescka und Salzhemmendorfs Gemeindebürgermeister Clemens Pommerening. Sie alle wünschten den „fleißigen Bienen“ weiterhin gutes Gelingen und ein harmonisches Miteinander.

„Landfrauen können viel mehr als nur guten Kuchen backen“, betonte Pommerening mit einem Schmunzeln. Sie setzen sich ein für Gleichberechtigung, für soziales Engagement und für Bildung. „Landfrauen sind frech, wild und wunderbar“, brachte es Barbara Otte-Kinast, die Landesvorsitzende des „Niedersächsischen LandFrauenverbands“, in ihrem Vortrag auf den Punkt.

Der Landfrauenverein Coppenbrügge zählt derzeit 190 Mitglieder aus vielen Orten der Gemeinden Coppenbrügge und Salzhemmendorf. In Zusammenarbeit mit der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) werden regelmäßig Veranstaltungen ausgerichtet. Aber auch Wanderungen und Reisen gehören zum vielfältigen Programm. „Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen“, betont Elisabeth Nagel. Eine gute Gelegenheit zum Kennenlernen bietet die Veranstaltung am Mittwoch, 15. November, im Okal-Café an. Unter dem Motto „Medikamente im Haushalt“ referiert Gerd Schünemann, Apotheker aus Elze. Beginn der Informationsveranstaltung ist 15 Uhr.




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