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Klaus und Ingelore Kappmeier sind seit 50 Jahren verheiratet

Alte "Sachs" ist seine zweite Liebe

Buchholz (sig). Gottes Wege sind zuweilen recht verschlungen. Das haben auch Ingelore und Adolf Kappmeier erlebt, die 50 Jahre miteinander verbunden sind und die sich unter normalen Umständen nie getroffen hätten. Er ist in Steinbergen geboren; sie stammt aus Schwedt an der Oder. Ingelore, die damals noch Kummrow hieß und im Juli 1956 im Schaumburger Land zu Besuch weilte, lernte ihren späteren Ehemann nach einem Kinobesuch kennen.

veröffentlicht am 29.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:14 Uhr

Goldene Hochzeiter: Ingelore und Adolf Kappmeier. Foto: sig

Es hatte offensichtlich gleich richtig "gefunkt" bei den beiden, denn es wurde noch im gleichen Jahr kurz vor Weihnachten in einem Ort im Muldentalkreis geheiratet. Diese Region gehörte damals zur DDR. Während der Bräutigam einige Zeit auf seine Einreisegenehmigung zur Trauung warten musste, durfte die Braut auch erst im März 1957 ihrem Mann in dessen Heimat folgen. Natürlich hinterließ sie eine Lücke im elterlichen Haushalt, denn ihre Familie besaß eine Bauschlosserei sowie eine Tankstelle. Da gab es viel Arbeit. Ehemann Adolf ist gelernter Maschinenschlosser, war bei der Glasfabrik Heye ausgebildet worden und wechselte später zur Gemag (Bückeburg), zum Bauunternehmen Ackemann (Obernkirchen) zur Schlosserei Märlander (Steinbergen) und zu Noggerath (Ahnsen). Adolf Kappmeier, der in Buchholz sowohl die Feuerwehr als auch den Schützenverein verstärkte, hat ein besonderes Hobby. Er liebt alte Motorräder. In seiner Werkstatt bastelt er an einem Sachs-Zweirad von 1951, das über stolze 2,25 Pferdestärken verfügt. Seinem Sohn Klaus hat er eine andere Neigung vererbt: die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement. Der gehört nämlich seit Jahren dem Gemeinderat an und ist stellvertretender Bürgermeister. Zur Familie gehören noch zwei Enkelkinder.




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