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Denkmalgeschütztes Gebäude in der Bäckerstraße erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Alter Bauernhof wird mit EU-Mitteln saniert

Vehlen (sig). Wie aus dem Dornröschenschlaf erwacht, bietet sich jetzt ein Gebäude in der Bäckerstraße dar, das unter Denkmalschutz steht und unter der Bezeichnung "Vehlen Nr. 12" in den Akten der Gemeinde und der Kirche erfasst ist. Der Besitzer Heinrich Nagel hat eine umfassende Sanierung in Auftrag gegeben - mit dem Ergebnis, dass hier jetzt an allen Ecken und Kanten fleißige Handwerker am Werk sind.

veröffentlicht am 30.07.2008 um 00:00 Uhr

Aus eigener Kraft lässt sich eine so umfassende Maßnahme kaum realisieren, aber weil das Gebäude den Rang eines erhaltenswerten Baudenkmals erhalten hat, haben die Stadt, der Landkreis und die Europäische Union das Projekt unterstützt und dazu beigetragen, dass es nicht dem weiteren Zerfall preisgegeben wird. Der Zahn der Zeit hat schon kräftig an diesem alten niedersächsischen Bauernhof genagt. Der Wirtschaftsteil wurde 1868 anstelle eines Vorgängergebäudes als Vierständehaus errichtet. Der nach Norden liegende und später wieder bewohnbare Teil, Kammerfach genannt, entstand 1779 als Zweiständerhaus. Es musste jetzt teilweisegerichtet werden, weil es sich ungleichmäßig stark gesetzt hatte und deshalb auch das Fundament zu erneuern war.Teile des Dachstuhls und der Deckenbalken sind durch eindringendes Wasser marode geworden und mussten ersetzt werden. Das galt auch für die Giebelverkleidung. Außerdem sind die Fassaden zu reinigen und zu verfugen. "Die beiden barocken Sandsteinwappen an der nördlichen Giebelwand sind vermutlich Ende der 30-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts eingebaut worden", vermutet die Bauingenieurin Anika Melching. Sie gehört zum Ingenieurbüro des aus Vehlen stammenden Diplomingenieurs Volker Wehmeyer. Sie betreut dieses Sanierungsprojekt. Bauherr Heinrich Nagel erklärt den familiären Hintergrund: "Hier lebte der mütterliche Zweig meiner Großeltern. Damals wurde der Hof noch voll bewirtschaftet. Wir werden hier Pferde und Maschinen unterbringen." Seinem elfjährigen Sohn Julius schwebt außerdem vor, zusätzlich eines Tages junge Rinder aufzuziehen.




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