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Initiative „Alle unter einem Dach“ veranstaltet Flohmarkt

Alter Krempel lockt Passanten an: Geld für Sprachkurse verdient

Bückeburg (wk). Allerlei ausrangierte Dinge – vom bunten Blumentopf bis hin zum blechernen Teekessel – haben Mitglieder der Bückeburger Initiative „Alle unter einem Dach“ auf dem örtlichen Marktplatz feilgeboten. Zweck des kleinen Flohmarktes vom Sonnabend war, Geld für Sprachkurse zusammenzutragen, die ausländischen Mitbürgern zugutekommen sollen.

veröffentlicht am 11.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 06:21 Uhr

Mit der Resonanz war Irmgard Klingst, die Ansprechpartnerin der Initiative, sehr zufrieden: „Wir konnten gar nicht in Ruhe aufbauen, weil die ersten Interessenten schon da waren“, berichtete sie. Mehr als 100 Käufer habe man im Laufe des Vormittags insgesamt gezählt, wobei einige sogar noch einen zusätzlichen Geldbetrag gespendet hätten.

Felicitas Rojahn etwa hatte für gerade mal drei Euro eine rote, sportliche Jacke ergattert. „Weil mir das Ding gefällt und es ein Markenartikel ist“, erklärte sie ihre Kaufentscheidung. Zudem wollte die Bückeburgerin die Initiative bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit unterstützen: „Was nützen mir Mitmenschen, wenn ich mich mit denen nicht unterhalten kann“, betonte sie die Wichtigkeit der von der Initiative gesponserten Sprachkurse. „Da haben unsere Regierungen schon was verpasst.“

Nach Auskunft von Klingst durchlaufen derzeit rund 15 Ausländer einen dieser Deutschkurse bei der Volkshochschule Schaumburg, wobei ungefähr ein Drittel der Absolventen einen speziellen Kursus für Analphabeten belegt.

Die Mitglieder der Initiative selbst treffen sich unregelmäßig („je nachdem, was anfällt“) in der Begegnungsstätte hinter der Stadtkirche. Zweimal im Jahr finden dort auch Kaffee-Nachmittage für die Kursteilnehmer statt.

Für 2010 stehe zudem wieder ein größeres Fest an, sagt Klingst. Dieses Jahr habe man allerdings auf solch eine Veranstaltung verzichtet, da es in Bückeburg schon „fast jeden Tag ein Fest“ gebe und die Leute bereits „übersättigt“ seien. Der aus acht bis zehn Mitgliedern bestehende „Stamm“ der Initiative sei jedenfalls nach wie vor „lebendig“.




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