weather-image
25°
×

Stadt soll Immobilie kaufen / Was zwischen „Ratskeller“, Bäckerei und Volksbank passieren soll, wird noch geplant

Altes Backhaus soll zwecks Neugestaltung weichen

Rodenberg (bab). Die Stadt Rodenberg soll nun doch das alte Backhaus an der Amtsstraße kaufen und abreißen lassen. Darauf haben sich die Politiker im Bauausschuss bei einer Gegenstimme geeinigt. Was am Ende aus dem gewonnenen Platz gemacht wird, soll in weiteren Diskussionen geklärt werden. Letztlich handelt es sich lediglich um eine Fläche von 230 Quadratmetern.

veröffentlicht am 16.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 08:22 Uhr

Vor dem Auslaufen der Städtebauförderung soll die Stadt Rodenberg nun die Möglichkeit nutzen, für die Neuordnung der Ecke zwischen „Ratskeller“, Volksbank und Bäckerei noch Fördergeld zu erhalten. Bauamtsleiter Jörg Döpke stellte die Förderrichtlinien bei der Sitzung des Bauausschusses noch einmal vor.

Ein Kauf des Grundstücks mit anschließender Sanierung des Gebäudes war ein Alternativvorschlag zu dem Abriss gewesen. Doch allein für die Sanierung würde die Stadt nach Schätzungen Döpkes rund 150 000 Euro aufwenden müssen. Nach Meinung des Ausschussvorsitzenden Hans-Dieter Brand (SPD) wäre bei einer Nutzung durch Senioren oder Jugendliche aufgrund der Bestimmungen sogar noch mit höheren Beträgen zu rechnen.

Nach Döpkes Auskunft könnte die Finanzierung der Sanierung auch nur teilweise mit Fördermitteln aufgefangen werden. Bei einem Abriss hingegen gelte die Drittel-Regelung. Ein Drittel müsste aus dem Stadtsäckel kommen, ein Drittel über den Bund und ein Drittel vom Land.

Die Kosten für den Abriss werden von der Verwaltung auf 30 000 Euro beziffert. Der Grunderwerb von 70 000 Euro schlägt in beiden Fällen zu Buche.

Während für das beratende Mitglied Uwe Märtens nur auf die Förderfähigkeit abzuheben, „nicht so der richtige Ansatz“ ist und er sich nicht nur Parkplätze, sondern auch Grün wünscht, reicht der Platz für Wilhelm Hartmann (SPD) nicht einmal aus. Es müssten ja schließlich auch die Garagen gegenüber vom Ratskeller versetzt werden, „Was bleibt dann noch an Fläche über? Vielleicht drei bis fünf Parkplätze“, folgerte der Algesdorfer Ratsherr, der andeutete, dass in der Stadt weitere Projekte angedacht sind, für die Parkraum benötigt würde. „Wir brauchen vielleicht sogar noch ein Parkhaus“, fürchtet Hartmann.

Die Ausschussmitglieder votierten schließlich für Kauf und Abriss. Die Aktiven Demokraten stimmten dagegen. Stadtdirektor Uwe Heilmann hatte zuvor darauf hingewiesen, dass der Besitzer der Immobilie ohnehin vorhabe, umzubauen. Das Gebäude mit dem alten Backhaus solle nicht mehr genutzt werden und gebe dann als Torso auch keine hübsche Kulisse ab. Wenn die gesamte Ecke optisch aufgewertet werden solle, müsse die Stadt die Gestaltung übernehmen.

Die Einzelheiten dafür werden nun noch besprochen. Wenn der Verwaltungsausschuss den Beschluss des Fachausschusses bestätigt, kann die Stadt jetzt aber vor Ablauf der Städtebauförderung zumindest tätig werden.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige