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Extener Ortsrat will drastische Maßnahmen gegen Falschparker in der Behrenstraße

Am Montag kommt die Politesse - garantiert!

Exten (wm). Wer an der Behrenstraße, Extens Durchgangsstraße, falsch parkt oder gar im Halteverbot steht, muss ab der nächsten Woche - dann ist die Politesse aus dem Urlaub zurück - damit rechnen, ein "Knöllchen" unter dem Scheibenwischer vorzufinden. Die Tarife sind üppig: Parken im Halteverbot kostet 15 Euro, wobei an der Behrenstraße eher Parken im Halteverbot mit Behinderung in Betracht kommt, da sind dann 25 Euro fällig.

veröffentlicht am 03.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:26 Uhr

Diese drastische Maßnahme kündigte Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz auf der letzten Sitzung des Ortsrates Exten auf Drängen aller Ortsratsmitglieder an. Quer durch die Fraktionen war man sich einig, der Zustand sei unhaltbar, denn selbst die jüngst aufgestellten Halteverbotsschilder würden ignoriert. Jürgen Maack berichtete, er habe in einer Halteverbotszone "morgens um 6 Uhr" sechs Fahrzeuge stehen sehen, "die sind da sicher nicht gerade vorgefahren, sondern standen schon die ganze Nacht da". Gefährlich sei die Situation vor allem, mahnte Ortsbürgermeister Thorsten Kretzer an, weil auch in der Kurve und an Einmündungen geparkt werde, mit der Folge, dass Autofahrer den Gegenverkehr nicht mehr einsehen könnten. Jedes Überholmanöver erfolge dann im "Blindflug". Wobei sich der Ortsrat einig war, dass kein grundsätzliches Park- oder Halteverbot auf der gesamten Straßenlänge erlassen werden sollte, denn geparkte Fahrzeuge "an bestimmten Stellen" bremsten auch den Verkehr und verhinderten, dass dort gerast werde. Gelächter war die Reaktion auf einen Vorschlag aus den Zuhörerreihen, eine Tempo-30-Zone einzurichten. Kommentar von Kretzer: "Viel zu gefährlich. Wenn hier einer dann tatsächlich 30 fährt, überholt doch jeder." Kretzer hat sich gestern mit dem Sicherheitsunternehmen und der Zahnarztpraxis als Anlieger der Behrenstraße in Verbindung gesetzt und erfahren, dass sowohl Kunden als auch Mitarbeiter über die Problematik informiert seien und nicht an der Behrenstraße parken würden. Dass sich die Staus an der Kreuzung Behrenstraße/Extertalstraße weitgehend aufgelöst haben, sei durch eine Korrektur der Ampelschaltung bewirkt worden, erläuterte Buchholz. Der Ortsrat hatte vor Wochen angemahnt, es müsste an der Ampelschaltung liegen, dass es dort morgens immer Staus gebe. Zu Recht, wie Buchholz feststellte. Eine Überprüfung habe ergeben, dass sich die Fußgängerampel automatisch bei jedem Wechsel mit eingeschaltet habe, auch wenn gerade keine Fußgänger über die Straße hätten gehen wollen. Jetzt muss die Ampel wieder - wie eigentlich vorgesehen - von Fußgängern bei Bedarf per Knopfdruck aktiviert werden.




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