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Schaumburger Gruppe stellt Jahresbericht vor / Unterschriften gegen Menschenrechtsverletzungen im Sudan und Iran

amnesty international: "Unsere Arbeit ist oft frustrierend"

Landkreis (rc). "Unsere Arbeit ist oft frustrierend, denn die Menschenrechtsverletzungen in der ganzen Welt werden nicht weniger - im Gegenteil." Das stellt die amnesty international (ai) Gruppe Schaumburg (Gruppe 1019) in ihrem Jahresbericht für 2006 fest.

veröffentlicht am 14.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

Mehrfach wurde die Bevölkerung bei diversen Informationsständen über Menschenrechtsverletzungen informiert. An Stelle des im März entlassenen Iraners Akbar Ganji, für den sich die Gruppe Schaumburg eingesetzt hatte, übernahm die Gruppe nun den Fall des iranischen Juristen Nasser Zarafshan, der seit 2002 aus politischen Gründen inhaftiert ist. Im März folgten zwei Gruppenmitglieder der Einladung eines Politikkurses des Ernestinums in Rinteln und beantworteten Fragen der sehr interessierten Schüler und Schülerinnen zur Arbeit von ai. Am Sommerfest der Bückeburger Begegnungsstätte und am Sommerfest der Stadt Bückeburg nahmen Gruppenmitglieder teil, boten Informationsmaterial und Postkarten an und sammelten Unterschriften gegen Menschenrechtsverletzungen im Sudan und im Tschad sowie gegen die befürchtete Zwangsprostitution während der Fußball-WM in Deutschland und gegen an Minderjährigen im Iran vollstreckten Todesstrafen. Im Rahmen einer weltweiten amnesty-Aktion rief die Schaumburger Gruppe für den 7. August zu einer Mahnwache auf für die Opfer auf beiden Seiten des Israel-Libanon-Krieges. Gut 30 Menschen versammelten sich an der Bückeburger Stadtkirche. Im September fand nachmittags im Gemeindehaus der Bückeburger Stadtkirche die Bezirksversammlung des ai-Bezirks Hannover (und Umland) statt, die von der Gruppe 1019 ausgerichtet wurde. Am Vormittag sammelten die ai' ler gemeinsam mit Mitgliedern der angereisten ai-Gruppen Unterschriften gegen Menschenrechtsverletzungen im Sudan, im Tschad und im Iran. Außerdem wurde Infomaterial verteilt. Wie alljährlich haben Gruppenmitglieder zum "Tag der Menschenrechte" am Rintelner Weihnachtsmarkt teilgenommen. Informationsmaterial und an Regierungsstellen gerichtete Postkarten wurden dabei verteilt. Außerdem wurde die kürzlich angelaufene Kampagne "Einsatz für die Menschenrechte, ein Zeichen setzen" unterstützt, in deren Mittelpunkt drei Einzelschicksale verfolgter Menschen stehen. Die Arbeit zu Menschenrechtsverletzungen in China bestand in diesem Jahr aus zahlreichen Eilaktionen zu Gunsten verschiedener von Folter bedrohter Uighuren. Außerdem beteiligte sich die Gruppe an der inzwischen beendeten Kampagne "Waffen unter Kontrolle". Dazu gibt es eine Erfolgsmeldung: Die Vereinten Nationen beschlossen, eine Gruppe von Experten verschiedener Regierungen einzusetzen, die einen Vertrag für den internationalen Waffenhandel erarbeiten sollen. Wer die Arbeit der Gruppe unterstützen möchte, hier das Spendenkonto: 80 90 100, Bank für Sozialwirtschaft Köln (BLZ 370 205 00). Wichtig: bitte "Für Gruppe 1019" vermerken.




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