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Ausländische Gäste zeigen sich von PGB-Werkstätten beeindruckt

Angetan von herzlicher Atmosphäre

Stadthagen (jcp). Als "warm" hat der Franzose Simon Gervasi die Atmosphäre in den Werkstätten der "Paritätischen Gesellschaft Behindertenhilfe GmbH" empfunden. Der junge Mann zeigte sich tief beeindruckt. Simon war einer von rund 30 Gästen aus dem europäischen Ausland, die die PGB-Werkstätten in Stadthagen besichtigt haben.

veröffentlicht am 25.07.2008 um 00:00 Uhr

Weil die Volkshochschule als Bildungseinrichtung für Menschen mit Behinderung vom Bundesinstitut für berufliche Bildung (BiBB) für die Teilnahme an einem EU-Austauschprojekt anerkannt worden war, besichtigte VHS-Seminarleiterin Marianne Fichtel zusammen mit Gästen aus vier europäischen Ländern - Litauen, Griechenland, Frankreich und Schwedendie PGB-Werkstätten. Geschäftsführer Bernd Hermeling und der Marketing-Beauftragte Dieter Schade arbeiteten sich konzentriert durch ihre auf Englisch gehaltenen Präsentationen - zuvor war die Nervosität wegen des seltenen Kontakts mit der Fremdsprache durchaus spürbar gewesen. Ein bisschen erinnerte die Begrüßungsveranstaltung an die Geschichte vom Turmbau zu Babel: Vor allem die Gruppenleiter der Schweden und der Franzosen unterbrachen die Vorträge immer wieder, um ihren Begleitern das Gesagte in der eigenen Muttersprache nahe zu bringen. So wurde viel und fleißig in sechs unterschiedlichen Sprachen hin und her, vor- und wieder zurückübersetzt. Unmissverständlich und von den Ausdrucksmöglichkeiten etwaiger Sprachen unabhängig zeigten sich alle Gäste vom PGB-Gelände beeindruckt. Ralph Boman etwa arbeitet beim "Hagsätra gruppbosted" in der Nähe von Stockholm. Dabei handelt es sich um eine Art "Betreutes Wohnen". Boman faszinierte vor allem die Größe der PGB-Werkstätte, die er als "gewaltig" bezeichnete. Gebärdensprachentrainer Simon Gervasi aus Paris war sehr angetan von der Einrichtung. "Das Innere solcher Wohnheime oder Werkstätten ist in Frankreich oft traurig", meinte Gervasi. Seiner Ansicht nach hinkt sein Heimatland "in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung 30 Jahre hinterher". "Hier sehe ich viele helle Farben und spüre den gegenseitigen Respekt. Dieser Ort hat eine sehr warme, herzliche Atmosphäre."




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