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Stemmer wehren sich gegen Kritik

Anlieger: Ohne einen Gehweg geht es nicht

Stemmen (gus). Die am neuen Fußweg entlang der Stemmer Ortsdurchfahrt geäußerte Kritik (wir berichteten) teilen die Anlieger nicht. Der Bürgersteig ist nach deren Ansicht eine optische und funktionale Verbesserung.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:42 Uhr

Toni Lorum sagte dieser Zeitung: „Das ist ein schöner Weg geworden, ein Gewinn für das Bild der Straße.“ Darüber hinaus habe der Bürgersteig praktischen Nutzen. „Wir müssen jetzt nicht mehr über die Straße, wenn wir zum Lidl wollen oder zur Bushaltestelle“, so Lorum. Das trage auch zu mehr Sicherheit bei. Etwa 50 Unfälle haben sich nach dessen Worten an der Hesper Straße ereignet, seit er dort wohne.

„Es wurde mehr als Zeit, dass dort ein Fußweg hinkommt“, ergänzt Norma Münz. Auch sie verweist auf die ständigen Verkehrsunfälle. Und darauf, dass sich mit dem neuen Weg auch der Unkrautwuchs reduziert. Dieses sei entlang des Grabens in der Vergangenheit stark gewuchert. Nun sei der ohnehin unschöne Graben zu. „Ich kann nicht nachvollziehen, wie man gegen den Fußweg sein kann“, wundert sich Münz. Die Anlieger auf der anderen Seite hätten gut reden – sie hätten ja ihren Gehweg vor der Tür.

Wilhelm Köpper sieht in dem Neubau zumindest keinen Nachteil. Er bilde einen „sauberen Abschluss“. Wie stark der Bürgersteig frequentiert werde, müsse man sehen. Mehr als 20 Passanten pro Woche, wie Helmut Schröder meinte, würden es aber sicherlich werden. Lorum erwartet sogar deutlich mehr Fußweg-Nutzer. Und auch Köpper sieht einen deutlichen Vorteil darin, dass auf dem Weg zum Supermarkt nicht mehr die Straße überquert werden muss.

Die Verschwenkung am Ende des Bauabschnitts ist nach Worten von Bürgermeister Werner Vehling nötig, um den Gehweg bis zur Bushaltestelle durchziehen zu können. Ernst Tegtmeier, der das letzte Haus vor der Haltestelle bewohnt, verweist darauf, dass seine vier Wände nun nicht mehr unmittelbar an der Straße liegen. Dazwischen befindet sich nun der Bürgersteig. Daraus ergebe sich für ihn „ein gewisser Vorteil“.

Das Austauschen der Wasserleitung ist nach Tegtmeiers Ansicht ohnehin dringend nötig gewesen. Insofern wären die Stemmer um Bauarbeiten nicht herumgekommen. Diese seien zwar ab und an etwas unangenehm, müssten aber in Kauf genommen werden. Den Fußweg an sich verteidigt Tegtmeier. „Man soll nicht immer alles von vornherein schlechtreden“, sagt er.

Vehling nennt noch einen anderen Vorteil. Das Verschwenken verbessere die Verkehrssituation an der Kreuzung. Der Kohlenweg, der nach Deinsen führt, könne fortan besser eingesehen werden. Und dazu komme noch der Zweck, mit einem Gehweg beziehungsweise Radweg an beiden Seiten den Autofahrern eine Ortslage zu signalisieren und sie zu langsamerem Fahren zu bewegen. Lorum: „Ich stehe voll hinter dem Bürgermeister.“




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