weather-image
×

Rassegeflügelzuchtverein Bückeburg gedenkt bei Schau seines verstorbenen Vorsitzenden

Annika Schmidt steht für gute Nachwuchsarbeit

Berenbusch/Nordholz (jp). Es mutet tragisch und fast ein wenig unheimlich an: Mit dem Tod seines Vorsitzenden Stephan Fründt hat der Rassegeflügelzuchtverein Bückeburg innerhalb eines Zeitraums von etwas mehr als drei Jahren drei Mal direkt im Vorfeld seiner Allgemeinen Grenzland-Rassegeflügelschau einen Vorsitzenden verloren. 2007 war es ausgerechnet das Jahr des 125-jährigen Bestehens, als plötzlich und unerwartet der damalige erste Vorsitzende Dieter Meyer verstarb. 2009 verlor der Verein ebenso unerwartet seinen langjährigen Kassierer und Ehrenvorsitzenden Willi Schaper, der von 2003 bis 2005 auch den Vereinsvorsitz geführt hatte. Jetzt folgte nur vier Wochen vor Eröffnung der diesjährigen Grenzlandschau mit dem Tod des seit 2008 amtierenden Vorsitzenden der nächste schwere Schicksalsschlag. Kommentar eines Vereinsmitglieds, der wie viele andere aus seiner Fassungslosigkeit keinen Hehl machte: „Irgendwas müssen wir dem lieben Gott getan haben...“

veröffentlicht am 09.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 15:41 Uhr

Zum dritten Mal in Folge trug die Grenzlandschau damit den Titel „Gedächtnisschau“ zum Gedenken an einen verstorbenen Vereinschef. Dem zweiten Vorsitzenden Manfred Dralle stand der Schmerz ins Gesicht geschrieben, als er gemeinsam mit Schirmherr und Ortsbürgermeister Horst Schwarze und Bürgermeister Reiner Brombach die 750 Hühner, Gänse und Enten umfassende Schau in den Hallen des Busreiseunternehmens Kelder eröffnete. Er erinnerte an die Leistungen des Verstorbenen, der den Verein seit 2003 in vielen Bereichen organisatorisch unterstützte, seit 2005 dem Vorstand angehörte und unter anderem der Jugendarbeit viele wichtige Impulse gab.

Wie erfolgreich die Nachwuchsarbeit der Bückeburger Rassegeflügelzüchter läuft, zeigt nicht zuletzt das Beispiel von Jungzüchterin Annika Schmidt. Die 13-jährige Bückeburgerin widmet sich bereits seit ihrem sechsten Lebensjahr der Zucht ihrer orangenfarbenen Zwerg-Welsumer und wurde dafür in diesem Jahr mit dem Ehrenpreis des Rassegeflügelzuchtvereins Bückeburg belohnt. An eine ganz altbewährte Tradition knüpft der Verein mit seinem in diesem Jahr erstmals vergebenen Ehren-Diplom von Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe an: Ähnliche Urkunden gab es bereits vor über hundert Jahren für erfolgreiche Züchter von Prinz Hermann zu Schaumburg-Lippe, der allgemein als Begründer der Rassegeflügelzucht im Landkreis Schaumburg gilt. Die neue, von Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe handsignierte Urkunde wird für die beste Gesamtleistung auf sechs Tiere einer bestimmten Geflügelrasse vergeben und geht in diesem Jahr an 15 Züchter und Zuchtgemeinschaften. Die Namen aller Gewinner und Preisträger werden in Kürze auf unseren Vereinsseiten zu lesen sein.

Wie es indes im Vorstand des Rassegeflügelzuchtvereins Bückeburg weitergeht, wird sich spätestens auf der kommenden Generalversammlung im Frühjahr klären. Bis dahin arbeitet der verbliebene Vorstand satzungskonform unter dem bisherigen zweiten Vorsitzenden Manfred Dralle weiter. Der deutete bereits an, sich im Gegensatz zu den vergangenen Jahren diesmal einer Kandidatur für den Vorsitz nicht zu verweigern: „Wahrscheinlich läuft es auf mich hinaus, und ich werde den Verein auf keinen Fall im Stich lassen.“




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige