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Neue Ziele für subventionierte Taxi-Fahrten

Anruf-Auto fährt künftig weiter und länger

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Das Anruf-Auto soll bereits ab Dezember Ziele außerhalb der Samtgemeinde ansteuern. Der Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr des Samtgemeinderates empfahl einstimmig, die subventionierten Taxifahrten auch nach Bad Nenndorf, Stadthagen, Wunstorf, Bad Münder und Hameln zuzulassen. Außerdem sollen die Fahrtzeiten ausgedehnt werden. Das Anruf-Auto chauffiert die Gäste demnach künftig auch sonnabends. Und statt von 7.30 bis 18 Uhr soll es sogar bis 19 Uhr fahren.

veröffentlicht am 20.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 07:42 Uhr

„Eine Erfolgsgeschichte“ sei diese Alternative zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geworden, fasste Ausschussvorsitzender Karsten Sucker die Entwicklung seit der Einführung des Angebots im Dezember 2007 zusammen. Bis Ende 2009 waren es 3041 gebuchte Fahrten. Von Januar 2010 bis August 2010 zählte die Samtgemeinde bereits 1189 Fahrten.

„Wir sind ja mit etwas Skepsis an die Sache herangegangen“, sagte Horst Müller, Vorsitzender des Seniorenrats, der Mitinitiator des Anruf-Autos war. Es sei aber „optimal“ gelaufen. Deshalb glaube er, „es wird auch diesmal klappen“, auch wenn die Erweiterung zunächst als ein Modellversuch für ein Jahr gesehen werde.

Der Zuschuss, den die Samtgemeinde zahlt, liegt laut Günther Wehrhahn von der Verwaltung bei 65 Prozent. Ein Vorteil für die Rodenberger ist, dass über den Landkreis sogenannte Regionalisierungsmittel bis zur Höhe von 75 Prozent für diesen Anteil gewährt werden.

Auf dieser Grundlage hat die Verwaltung eine Kostenanalyse zusammengestellt, um die Fahrpreise für die Ziele außerhalb der Samtgemeinde zu ermitteln. Demnach würden für Fahrten nach Bad Nenndorf fünf Euro fällig. Zehn Euro wären es für Fahrten nach Stadthagen, Bad Münder und Wunstorf. Nach Hameln kostete die Fahrt den Gast 15 Euro. Basis waren die durchschnittlichen Taxipreise zu den Zielen.

„Leicht merkbare und einheitliche Preise“, betonte Sucker. Es könne allein aus praktischen Erwägungen nicht von unterschiedlichen Orten in der Samtgemeinde unterschiedliche Tarife erhoben werden. Sucker und Wehrhahn gehen davon aus, dass sich im Mittel die diversen Strecken ausgleichen.

Wie Wehrhahn berichtete, sei die Samtgemeinde in Abstimmung zum ÖPNV mit den Verkehrsträgern und stelle keine Konkurrenz zu deren Angebot dar. „Die Schaumburger Verkehrsgesellschaft hat dagegen keine Einwände.“

Die Samtgemeinde arbeitet bei diesem Projekt mit Taxiunternehmer Klaus Kühl zusammen. Die Konkurrenz sei gefragt worden, habe aber abgelehnt, so die Verwaltung. Kühl, Müller, Politik und Verwaltung sind sich einig, dass der Bedarf gerade bei älteren Leuten besteht, zu Ärzten, Krankenhäusern und Behörden in der Umgebung gebracht zu werden. Kühl wies darauf hin, dass der Fahrpreis um einen Euro reduziert würde, wenn sie als Gruppe unterwegs sind. Das Anrufauto kann bestellt werden unter der Telefonnummer (0 50 43) 22 22. Dort gibt es auch Informationen zu Sondertarifen für Kinder und Jugendliche.




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