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Wirtschaftsausschuss will 90 000 Euro lieber in den Kurpark und das Hamburger Dach investieren

Ansatz streichen: Kein Geld fürs Kolonnadenhaus

Bad Nenndorf (rwe). Die Stadt dürfte sich demnächst auf die Suche nach einem Käufer für das Kolonnadengebäude machen. Dies ist das Ergebnis aus der Sitzung des Bad Nenndorfer Finanz- und Wirtschaftsausschusses. Die Politiker strichen jedenfalls beim städtischen Kurbetrieb die 90 000 Euro aus dem Haushalt, die es kosten würde, eine Heizung samt Wärmedämmung und neuen Fenstern zu installieren.

veröffentlicht am 12.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

"Das Geld sollten wir lieber in den Kurpark oder die Promenade stecken", meinte SPD-Ratsherr Volker Busse. Er hatte bereits vor zwei Wochen den Gedankenüber einen Verkauf geäußert, da das Haus keinen Bezug zum Kurbetrieb hat. Nun hat die Verwaltung den Renovierungsbedarf ermittelt. Die Ausgabe ist Busse zu hoch. Er sprach sich dafür aus, die Politik sollte die Verwaltung auf Käufersuche schicken. Über einen Abschreibungszeitraum von 25 Jahren komme die Investition gerade so rein, rechnete er vor. "Dann dürfen wir aber keine Schraube mehr in das Haus stecken." CDU-Ratsfrau Cornelia Jäger schloss sich den Worten an. "Den Ansatz ersatzlos streichen", meinte sie. Das Geld sei für die Wege im Kurpark und das Hamburger Dach besser aufgehoben. Sie bezweifelte sogar, dass sich die Ausgabe bei 100 Quadratmetern Verkaufsfläche wieder reinholen lasse. Eine höhere Miete hielt Jäger jedenfalls nicht für durchsetzbar. Ausschuss-Chef Friedhelm Brandes (CDU) schlug vor, zunächst die Händler zu fragen, ob sie bereit wären, mehr zu zahlen. "Sonst werfen wir Geld aus dem Fenster." FDP-Ratsherr Andreas Fedler sprach von einem "wirtschaftlichen Amoklauf". Die Position müsse raus. Stadtdirektor Bernd Reese warf den historischen Wert des denkmalgeschützten Hauses ein, das in Verbindung mit dem Kurtheater und dem Haus Kassel ein Ensemble bilde. "Das ist ein besonderer Ort für Bad Nenndorf." Dennoch empfahl der Ausschuss, den Posten aus dem Haushaltsplan des Kurbetriebs zu streichen und die Summe allerdings als Investition für den Kurpark und das Hamburger Dach bereit zu stellen.




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