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Schlussendlich kommen 40 000 Besucher zum "Weihnachtszauber" / Kapazitätsgrenze erreicht

Ansturmübertrifft die kühnsten Erwartungen

Bückeburg (rc / jp). Die fünfte Auflage des Weihnachtszaubers hat alle Erwartungen übertroffen. Inklusive des Sonntags kamen 40 000 Besucher auf Schloss Bückeburg - so viele wie noch nie zu einem "Zauber" oder einer "Landpartie". Allein 200 Busse steuerten in den vergangenen Tagen Bückeburg an, dazu tausende Besucher aus Nah und Fern. Da am letzten Tag die gedruckten Eintrittskarten ausgingen, musste auf Kinokarten zurückgegriffen werden.

veröffentlicht am 05.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:20 Uhr

"Es war einüberwältigender Erfolg, den wir in dieser Größe gar nicht erwartet hätten." So urteilte ein sichtlich begeisterter Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe wenige Minuten nach dem offiziellen Toresschluss am Sonntagabend. Als absolut richtig habe sich die Entscheidung erwiesen, die Großveranstaltung um einen Tag auszudehnen. "Ansonsten hätten wir diese Zahl von Besuchern gar nicht bewältigen können." Dennoch, so betonte der Hausherr von Schloss Bückeburg, sei nach wie vor das Prinzip "Klasse statt Masse" die Maxime. "Und das werden wir auch im nächsten Jahr wieder beweisen!" Ähnlich äußerte sich auch die Chefin des Organisationsteams Mechthild Wilke: "Wir haben mit allem gerechnet, nur nicht mit noch einmal so einem enormen Zuwachs." Der Weihnachtszauber habe sich zu einer Attraktion entwickelt, der die Menschen begeistert und "vom Sofa holt". Dass das so bleibt, daran soll in den kommenden Monaten weiter gefeilt werden. Denn dass mit diesen Besucherzahlen die Kapazitätsgrenzen des Ausstellungsgeländes erreicht sind, ist den Verantwortlichen bewusst: Die Stimmung könne kippen, den Besucher wegen des Andrangs die Stimmung vermiest werde. Das Hauptaugenmerk müsse darauf gerichtet werden, die Stoßzeiten zu entzerren, so dass jeder zu seinem Einkaufs- und Bummelerlebnis kommt. Erste Ideen undÜberlegungen gibt es bereits, wie Mechthild Wilke sagte. So werde über eine weitere Verlängerung nachgedacht. Da die diesjährige nicht so in den Köpfen angekommen sei, müsse dies bekannter gemacht werden. Außerdem soll über eine Kontingentierung der Busse das Besucheraufkommen gesteuert werden, "soweit wir das überhaupt steuern können": Dieses Jahr fuhren Busunternehmen Bückeburg an, die ihr Kommen überhaupt nicht angekündigt hatten. Zudem soll versucht werden, über das Rahmenprogramm die Besucher-Verteilung zu steuern. Nachgedacht wird auch über eine Verlängerung der Öffnungszeiten in die Abendstunden hinein. Nach Angaben von Schloss-Verwalter Alexander Perl, der für den technischen Ablauf verantwortlich zeichnete, gab es lediglich eine größere Panne: den Stromausfall während der Liveübertragung des NDR. Die Messungen der Techniker ergaben mittlerweile, dass genügend Stromkapazitäten zur Verfügung standen, weshalb sich immer mehr abzeichnet, dass derHauptschalter wohl absichtlich umgelegt worden ist. Nächstes Mal soll daher ein Sicherheitsdienst den Generator überwachen. Auch der An- und Abreiseverkehr samt der Shuttles von und zum Schloss verlief nach Angaben Perls reibungslos. Besonders Bundeswehr, Feuerwehr, THW und DRK hätten hier große Anteile zum Gelingen beigetragen. Kritik gab es dagegen von Anwohnern, die nicht darüber informiert worden waren, dass ihre Straßen als Busparkplätze herhalten mussten. "Wir mussten unsere Einkäufe sehr weit schleppen." Dass der Ruf des Weihnachtszaubers weitüber die Grenzen Deutschlands hinaus erschallt, bewies einmal mehr die Anwesenheit vieler internationaler Gäste. Susanne Södergren beispielsweise war eigens aus dem schwedischen Sölvesberg nach Bückeburg gereist, ebenso Elvi Hedenberg aus Helsinki. Ihre Meinung: "It's so lovely!"




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