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Der Wölpinghäuser Autor Hasso Neumann präsentiert sein neues Buch „Tiscali“

Antike und Gegenwart miteinander verbinden

Wölpinghausen (han). In seinem neuen Buch „Tiscali“ geht der Wölpinghäuser Autor Hasso Neumann zentralen Lebensfragen auf den Grund. Während der Buchvorstellung in der Buchhandlung Schmidt in Stadthagen rezitierte Friedhelm Hamann kürzlich aus dem Werk, Neumann erläuterte die Hintergründe. Zudem präsentierte der Künstler eigene Bronzefiguren.

veröffentlicht am 15.12.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:42 Uhr

Neumann lebt fünf Monate im Jahr auf Sardinien. Intensiv hat er sich mit der Mythologie und Archäologie beschäftigt. Aus seinen Erkenntnissen hat er Geschichten geformt, die bis in die heutige Zeit reichen. Die Handlung des Buches „Tiscali“ spielt in dem gleichnamigen sardischen Dorf, das im ersten Jahrhundert nach Christus von den Römern eingenommen wurde. Der Untertitel lautet „Gespräche der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf der Suche nach dem Unbekannten und wahrem Glück, im Traum eines Launeddasspielers“ (sardisches Blasinstrument).

Die vier Hautfiguren sind Tribu, der letzte Stammesführer aus Tiscali, Pausanias, ein desertierter römischer Legionär, der römische Offizier Gaius sowie die Schafhirtin Eurilla. Pausanias und Tribu schließen Freundschaft miteinander. Beide haben sich von ihrer Vergangenheit losgelöst. Während ihrer Reise durch die Insel reflektieren sie über Politik, Seelenlandschaften, Freiheit, Religion und Todesfurcht. Die Freunde sind sich darüber einig, dass Entdeckungen sowohl Neuanfang als auch Untergang bedeuten können.

Neumann legt den fiktiven Figuren Erkenntnisse aus der heutigen Wissenschaft in den Mund. Eingang finden Forschungsexperimente und Einsichten aus den Bereichen Physik, Neurologie, Umweltschutz, Verhaltensbiologie und einiges mehr. Ein modernes Rattenexperiment wird von den Romangestalten durchgeführt und interpretiert.

Wozu dieser Kunstgriff? „Ich wollte eine Verbindung schaffen zwischen der antiken Zeit und der modernen Wissenschaft“, erklärte Neumann, „der größte Kick, den wir haben können, besteht darin, neugierig zu sein und Erkenntnisse zu gewinnen.“ Dieser faustische Instinkt unterscheide den Menschen vom Tier. Auch die Völker der Antike hätten den „Neugier-Instinkt“ gehabt, „das verbindet uns.“

„Ich habe keinen wissenschaftlichen Anspruch“, ergänzte der Autor und Bildhauer, „auch wollte ich keinen Reiseroman schreiben, der Touristen nach Sardinien lockt.“ Sein primäres Ziel sei es, Interesse zu wecken. Bei den Gästen der Lesung ist dem Künstler dies augenscheinlich gelungen. Gebannt lauschten sie dem Vortrag, dem eine angeregte Unterhaltung folgte.




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