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Schäden durch Strahlungen befürchtet / Vorarbeiten für das „privilegierte Vorhaben“ bereits begonnen / Spärlichen Informationsfluss kritisiert

Anwohner besorgt – Proteste gegen neuen Sendemast in Evesen

Evesen (rc). Auf dem Acker gegenüber dem Feuerwehrgerätehaus etwa 300 Meter Luftlinie entfernt wird ein mindestens 30 Meter hoher Funkmast errichtet, zunächst für drei Monate als Provisorium. Sollten Tests positiv verlaufen und der Empfang gewährleistet sein, soll die mobile Anlage durch eine stationäre ersetzt werden. Die Vorarbeiten haben bereits begonnen. Arbeiter legten Kunststoffsteine über einen Feldweg, um mit den Baufahrzeugen nicht im Matsch zu versinken, Zuleitung wie Strom und Funkkabel wurden verbuddelt.

veröffentlicht am 25.10.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 15:41 Uhr

Arbeiten, die die Anwohner auf den Plan riefen. Denn was dort passiert, war bisher nicht bekannt. Selbst Evesens Ortsbürgermeister Horst Schwarze, der nach eigenen Angaben mit Anrufen „belagert“ wurde“, wusste keine Antwort. Anwohner fürchten jedenfalls, dass der Funkmast zu nah an ihren Häusern errichtet wird, sie durch die Strahlung möglicherweise Schäden davon tragen könnten. Horst Schwarze: „Wir müssen aufklären und informieren, so wie es in der Großgemeinde bisher üblich war.“ Und versprach, das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ortsrates zu setzen.

Wie Baubereichsleiter Jörg Klostermann auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, soll auf der Fläche tatsächlich eine Funkanlage für die Handyverbindungen errichtet werden. Der Stadt sei ein entsprechendes Schreiben der Bundesnetzagentur zugeleitet worden, dass die Anlage – geplant von T-Mobile – die notwendigen Normen und Regeln erfülle und der besseren Netzversorgung in diesem Bereich der ehemaligen Großgemeinde diene. Die Stadt habe sich daraufhin mit dem Betreiber in Verbindung gesetzt und erreichen können, dass ein Standort noch weiter weg von der Wohnbebauung ausgewählt wird als ursprünglich geplant „Ein Standort, der am weitesten von den Häusern entfernt liegt.“

Bei dem Funkmast handle es sich planungsrechtlich um ein so genanntes „privilegiertes Vorhaben“, für das keine Genehmigung erforderlich sei, erklärte Klostermann. Nach dem Bauordnungsrecht müssten aber Abstandsrechte beachtet werden, die in diesem Fall erfüllt sind, sowie die Beteiligungsrechte der Nachbarn. „Was bisher noch nicht eingeleitet worden ist“, wie Klostermann sagte.

Das Vorhaben soll ohnehin noch in der nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses am kommenden Montag diskutiert werden. Auch der Bau- und Planungsausschuss wird kommende Woche beraten.

Hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, dass der Mast weniger der Funknetz-Versorgung der Eveser dienen soll. Vielmehr soll gewährleisten werden, dass in den vorbeirauschenden Zügen der Bahn der Handyempfang und die Internetqualität gewährleistet ist.

Hier soll in Kürze der Sendemast errichtet werden, zunächst mobil, später eine stationäre Anlage. Foto: rc




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