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4. Entenrennen: 81 Quietscheenten dümpeln auf der Aue ins Ziel

Auch Boot verhilft nicht zum Sieg

Lauenau (nah). Das vierte Lauenauer Entenrennen hat Akteure und Zuschauer gleichermaßen begeistert. Genau 81 glupschäugige Plastiktiere dümpelten auf der Rodenberger Aue der Ziellinie entgegen. In Vorläufen, Zwischenrunde und einem Finale wurde der schnellste Regattakandidat ermittelt. Er gehört dem Lauenauer Johannes Reck.

veröffentlicht am 29.07.2008 um 00:00 Uhr

Kurz nach 15 Uhr ist die ganze Schönheit dahin: Der Cowboy verliert seinen Hut, die Fee den Blütenschmuck, der Feuerwehrmann gar sein schnittiges Auto aus Pappe. Anfang Juli hatte der SPD-Ortsverein 101 Enten ausgegeben, die als Teil des Ferienprogramms zunächst eine hübsche Dekoration erhalten und danach zu Wasser gelassen werden sollten. "Ich staune immer wieder über so viel Kreativität", bemerkte Mit-Organisator Karsten Sucker: Doch solcher Schmuck sammelte höchstens Punkte im Rahmen der Schönheitskonkurrenz. Lauenaus Passanten waren nämlich eine Woche lang aufgerufen, ihre Favoriten-Ente zu wählen: Die aufgetakelten Kandidaten "guckten" durch die großen Kesselhaus-Scheiben nach draußen und animierten immerhin 175 Personen, die entsprechenden Stimmzettel abzugeben. Die Lauenauerin Josie Knop gewann mit ihrer in einer Plastikkugel eingefassten Ente. Dem Lauenauer Bürgermeister Heinz Laufmöller, der auch Schirmherr des Ferienprogramms ist, übte gleich noch ein drittes Ehrenamt aus: Als "Glücksfee" zog er die Stimmzettel von Jörg Konerding, Karen Jürning und Stina Kirschnereit, die sich ebenfalls über Preise oder Gutscheine für Mineralbad, Eishalle, Wisentgehege oder einen Einkaufsbummel in einem hannoverschen Warenhaus freuen konnten. Doch dann galt das Interesse nur noch der Regatta. Da hatten angesichts hochsommerlicher Temperaturen Sucker sowie Wolfgang Kölling und Werner Senftleben die besten Plätze - am Start und am Ziel im Auewasser. Einige hundert Entenbesitzer, Angehörige und neugierige Zaungäste säumten den Bachlauf; auf der kleinen Fußgängerbrücke im Zuge des Karl-Parisius-Wanderwegs war kaum noch ein Durchkommen. Schon im Vorlauf zeigte sich, dass auch Floß, Matratze oder Boot einer Ente nicht schneller ins Ziel und zum Sieg verhelfen. Da verhedderte sich eine an einem Stein; die andere verhakte sich an den vom örtlichen Freibad entliehenen Schnüren. Umso mehr freute sich Johannes Reck, dessen Kandidat in Vor- und Zwischenlauf immer munter vor sich hin dümpelte und im Finale den Schnabel vorn hatte, gefolgt von den Enten von Milena Bedke und Mario Schmitz. Aber auch die übrigen sechs, die bis in die Endrunde gekommen waren, brachten ihren Besitzern noch einen Preis ein.




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