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Meerbeckerin blickt zurück / "Mir wird etwas fehlen" / Zum Abschied fließen Tränen

Auch die Kindergarten-Eltern wachsen mit

Meerbeck (gus). Für Sonja Feike, Elternvertreterin im Meerbecker Kindergarten, geht eine familiäre Ära zuende. Die Kindergartenzeit ihrer beider Töchter ist abgelaufen, auch die "Jüngste" wird jetzt eingeschult. Ein ungewöhnlicher Rückblick auf sechs ereignisreiche Jahre.

veröffentlicht am 25.07.2008 um 00:00 Uhr

"Mir wird etwas fehlen", sagt Feike, die drei Jahre lang Elternvertreterin war. Der evangelisch-lutherische Kindergarten "Am Dorfteich" sei ihr ans Herz gewachsen und aus dem eigenen Alltag eigentlich nicht wegzudenken. Die Tagesstätte sei sozusagen fester Bestandteil der Familie geworden. Als Tochter Sarah (acht Jahre alt) eingeschult wurde, war die heute sechsjährige Julia-Marie gerade erst in den Kindergarten gekommen - ein nahtloser Übergang also. Jetzt folgt ein abrupter Bruch für die Feikes. Die monatlichen Waldtage im Bückeberg, zu denen sie mehrfach als Begleiterin mitgefahren sei, die wöchentlichen Kochtage und die Sporttage werde sie am meisten vermissen. Außerdem werden die Andachten mit den Kindergartenkindern wegfallen. Und die fand Feike besonders schön. Auch Katholiken und muslimische Eltern und Kinder seien mit zum evangelischen Gottesdienst gegangen. Ohne jegliche Spannungen, wie Feike betont. Jetzt wird auch sie sozusagen endgültig eingeschult. Ob die Mutter, die auch einen Sitz im Kindergartenbeirat innehatte, in der Schule gleich wieder ehrenamtlich durchstarten wird, lässt sie noch offen. Immerhin ist sie bereits Beisitzerin im Vorstand des Fördervereins. Sie wolle in puncto Elternvertretung aber erstmal anderen den Vortritt lassen. Die Kindergartenzeit war nicht nur für ihre Kinder eine wichtige Entwicklungsphase. Auch sie habe durch den Kindergarten gelernt, ihre Töchter stückchenweise loszulassen. Schließlich sei der Nachwuchs nicht einfach abgegeben worden. Feike hat Sarah und Julia-Marie nach eigenen Worten immer in guten Händen gewusst. Auch das Verhältnis zu den Erzieherinnen sei bestens gewesen. Kein Wunder, dass die letzte Abschiedsfeier am Ende des sechsten Kindergartenjahres nicht ganz ohne Emotionen ablief. "Da sind schon ein paar Tränen geflossen", sagt Feike.




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